2015: Spass, Sonne und mehr Liebe
Was wünschen sich Bündnerinnen und Bündner für das neue Jahr? Die «Südostschweiz» hat auf der Strasse nachgefragt. Und das Ergebnis zeigt: Sie wollen mehr Sonne, weniger Polizeikontrollen und Friede auf Erde.
Was wünschen sich Bündnerinnen und Bündner für das neue Jahr? Die «Südostschweiz» hat auf der Strasse nachgefragt. Und das Ergebnis zeigt: Sie wollen mehr Sonne, weniger Polizeikontrollen und Friede auf Erde.
Von Pierina Hassler (Text und Bilder)
Chur. – Omar und Nadim, beide 15 Jahre alt, beide aus Chur, parkieren ihre Velos vor dem Churer Einkaufszentrum City West. Ein bisschen bummeln wollen sie. Auf die Frage, was sie sich für das neue Jahr wünschen, antwortet Omar: «Dass die Stadt Chur mehr für die Jungen macht.» Klar passiere etwas, aber trotzdem: «Es ist einfach zu viel verboten.» Sein Freund Nadim nennt ein Beispiel: «Früher durften wir in unserem Jugendtreff Pommes frites machen, plötzlich nicht mehr.» Zu gefährlich, habe man ihnen gesagt. Das Gleiche gelte beim Mofatunen. Die Polizei mache viel zu viele Kontrollen. «Ich wünsche mir, dass wir die Mofas aufmotzen dürfen.» So ein Mofa müsse doch mindestens 40 Stundenkilometer schnell fahren können, sonst könne man ja das Velo nehmen.
Manuela Venzin aus Disentis ist eigentlich wunschlos glücklich. «Aber Gesundheit und Zufriedenheit erhoffe ich mir auch im neuen Jahr», sagt sie. Das sei das Wichtigste.
Albert Schneider aus Trin ist mit seiner Frau am Einkaufen. «Wir sind auf Schnäppchenjagd.» Er sei jetzt 80 Jahre alt, habe viele Krankheiten durchgemacht, aber jetzt gehe es ihm gut, materielle Wünsche habe er darum nicht. «Aber wenn es funktionieren würde, wünschte ich mir Friede auf Erden und dass die Menschen ein bisschen zufriedener sind.» Schneider erzählt, dass er seit 57 Jahren verheiratet ist. Er habe aber immer auf seine Frau zählen können. «Und darum wünsche ich mir auch, dass alle Menschen Liebe erfahren.»
Gabi Ackermann aus Trimmis und ihre Kinder Nico, Luana und Lynn sind ein fröhliches Quartett. Mutter Gabi hat einen besonderen Wunsch: «Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass Nico eine Lehrstelle findet.» Man wolle doch einfach das Beste für die Kinder. Der 15-jährige Nico will übrigens Konstrukteur lernen. «Schnuppertermine habe ich», sagt er stolz.
Anja und Sabrina aus Domat/Ems wünschen sich fürs nächste Jahr unter anderem viel Spass und viele schöne Reisen. Ihr allergrösster Wunsch ist aber: «Eine Tour mit dem Longboard», sagt Anja. «Für ein paar Tage.»
«Ich wünsche mir einen warmen Sommer», sagt Mathias Stauber aus Chur. Er besitze eine Ducati Panigale 1199 und würde mit dieser längere Fahrten unternehmen. «Wenn der Sommer so miserabel ist wie 2014, ist das natürlich frustrierend.»
«Keine Kriege mehr», wünscht sich Fredi Lippuner aus Maienfeld. Sei es im Fernsehen, im Radio oder in den Zeitungen, überall lese man über die Krisenherde, über die Schicksale der Menschen. Klar könne man sagen, das geht mich nichts an oder was soll denn ich denn dagegen tun, sagt Lippuner. «Aber mich beschäftigt das Thema sehr.»
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