… Andiast, Brigels und Waltensburg dort
Im Frühjahr 2012 wird auch in der mittleren Surselva über eine Fusion abgestimmt: Die Tourismusregion Brigels soll politisch zusammenwachsen. Das «neue» Brigels hätte gut 1900 Einwohner und bekäme 6,3 Mio. Franken vom Kanton.
Im Frühjahr 2012 wird auch in der mittleren Surselva über eine Fusion abgestimmt: Die Tourismusregion Brigels soll politisch zusammenwachsen. Das «neue» Brigels hätte gut 1900 Einwohner und bekäme 6,3 Mio. Franken vom Kanton.
Von Jano Felice Pajarola
Breil/Brigels. – Die Zahlen der Statistik sagen in diesem Fall schon einiges: Gut 1300 Einwohner hat Brigels, rund 230 respektive 360 sind es in Andiast und Waltensburg. Für viele kommt sie daher doch fast einer Eingemeindung gleich, die aufgegleiste Fusion der erwähnten drei Gemeinden. Seit 2009 arbeitet eine Kommission an den Vorbereitungen; diese Woche hat sie eine Broschüre publiziert, die über den aktuellen Stand des Projekts informiert. Immerhin sollen die beiden kleineren Gemeinden bereits im Januar den Zusammenschluss traktandieren, Brigels dann im Februar (Gemeinderat) und im März (Urne). Per Januar 2013 soll die neue Gemeinde Breil/Brigels gebildet werden können.
Brigelser System wird beibehalten
Auch im Fall von Andiast, Brigels und Waltensburg hat eine Kommission das Konzept für die gemeinsame Gemeinde erarbeitet.
• Politische Organisation: Vorgesehen sind fünf Fraktionen – neben den drei Hauptortschaften noch die heutigen Brigelser Ortsteile Dardin und Danis-Tavanasa. Im fünfköpfigen Vorstand sollen in der ersten Amtsperiode drei Mitglieder aus Brigels stammen, je eines aus Andiast und Waltensburg. Zudem ist vorgesehen, das Brigelser Modell mit Gemeindeparlament und Urnenabstimmung zu übernehmen. Im 17-köpfigen Parlament sind die Fraktionen gemäss ihrer Einwohnerstärke vertreten.
• Verwaltung: Die Gemeindekanlei ist in Brigels vorgesehen, ergänzt mit einem Hausdienst vor allem für betagte Menschen. Die Angestellten der drei Gemeinden sollen alle übernommen werden.
• Bildung: Aus Sicht der Kommission macht eine Schulfusion Sinn. Das bedeutet: In Zukunft gehen alle Kinder in Brigels Dorf und Danis zur Schule, lediglich für eine Übergangsphase besuchen jene aus Andiast und Waltensburg noch den Unterricht am jetzigen Standort Rueun.
• Verkehr: Klar ist für die Kommission: Voraussetzung für eine Fusion ist eine auch winters geräumte Fahrstrasse zwischen Waltensburg und Brigels. Eine Expertise für den Aus- und Neubau dieser Verbindung ist vorhanden. Gerechnet wird mit Kosten von 5,5 Mio. Franken. Bund und Kanton haben Beiträge von 4,1 Mio. Franken zugesichert.
• Finanzen: Andiast hat einen Steuerfuss von 125 Prozent, Brigels liegt bei 100, Waltensburg bei 130 Prozent. Jener von Brigels soll zum Standard für alle werden – mindestens. Der erarbeitete Finanzplan zeigt laut Kommission auf, dass sogar eine Senkung auf 90 Prozent machbar wäre – mit den entsprechenden positiven Auswirkungen auf die Attraktivität der künftigen Gemeinde. Nicht zuletzt dank der in Aussicht stehende Förder- und Finanzausgleichsbeiträgen des Kantons für die Fusion: Sie belaufen sich auf total 6,3 Mio. Franken.
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