† Alois Inderbitzin-Schuler
Arth Liäbä Grossdädi. Am 17. Novämbär 1921 bisch du im Mühlimoos geborä als dritts Chind vom Adolf Inderbitzin und dr Marie Reichlin vom Gupfried in Steinä.
Arth Liäbä Grossdädi. Am 17. Novämbär 1921 bisch du im Mühlimoos geborä als dritts Chind vom Adolf Inderbitzin und dr Marie Reichlin vom Gupfried in Steinä.
Mit dinä zwee Brüädärä Adolf und Albert und mit dr Schwöschter Marie hesch du bis 1926 unbeschwärti Chinderjahr erläbt, bis dich dä erschti Schicksalsschlag troffä hed. Ganz unerwartäd isch dä Vater gstorbä, und d Familie isch ällei dagstandä und uf frömdi Hilf agwiesä gsi.
Im Karl Holdener vom Alpthal hend iär ä unterstützendi Chraft gfundä.
1932 hend sich dini Muätter und dr Karl s Jawort ghä, und d Familiä isch scho gli nu grösser wordä; mit äm Hedy und mit äm Paul isch sie de vollständig gsi.
Alli siebä Schuäljahr hesch du in Arth bsuächt. Nach dr Schuälzyt bisch du zerscht z Alp gangä, und nachhär hesch du bis Fischlis i dä Guätwindi z Oberarth ä Buurästell agnu. A dem Arbeitsort hesch du dich au wohlgfühlt und s Rüschtzüg für d Zuäkunft übercho.
Im Jahr 1940 hed dich dä zweiti Schicksalsschlag troffä, wo d Nachricht cho isch, muesch heicho, dä Stiefvater isch ufäm Heiwäg vom Holzä uf dä Bahngleis tödlich verunglückt. Somit hesch du mit 19 Jahrä scho diä ganz Verantwortig im Mühlimoos übernoh.
I dä Zwüschäziit hesch du s Rösy Schuler vo Gängigä in Arth kännä-glehrt, und am 7. Mai 1949 hend für üch zwei d Hochsigsgloggä i dä Pfarrchilä in Arth zämä glüütät.
Vo 1950 bis 1964 hend sich 5 Maitli und 3 Buäbä dezuägsellt, und da ischäs mängisch rund gloffä i dä Chuchi innä im Mühlimoos. Am Sunntignamittag ä Jass chlopfä, das isch für dich Erholig gsi, und s Radiolosä scho fascht ä Lidäschaft! Erscht, wo dini Chind scho gross gsi sind, hesch allig verzellt, wiä d Nachbuurächind und du üch im Wald obä vo eim Tannägipfel zum andärä gschwungä hend.
Will di Brüäder Albert im Mühlimoos blibä isch, hesch du verschiedeni Arbätä uswärts agnu. Mängs Jahr hesch du bi dr Bränneri Fassbind gschaffät, au Nachtschichtä hend derzuä ghört. Überall, wo Not am Maa gsi isch, hedmer uf dini Hilf chönnä zellä. Bi dr Füürwehr z Oberarth hesch du vieli Jahr Isatz gleischtät und au im Chilärat in Arth mitgwirkt.
Als Milchkontrolleur hesch du 50 Jahr dä Dienscht erwiesä und 28 Jahr als Zuchtbuchfüehrer vo dr Vehgnossäschaft Oberarth gamtät. Und i all denä Jahr hesch du für vili Lüüt äs offnigs Ohr gha.
Eis Chind nachäm anderä hed ghürätet, und us denä Verbindigä heds 28 Grosschind und 34 Urgrosschind gä.
Im Jahr 1978 hed dr ältischt Sohn dä Hof übernoh, und dä isch Zyt cho, um ab und zue ufnäs Reisli zgah. Verschiedeni Länder hend iär midäm Car bereist, zweimal sogar in Kanada Verwandti bsuächt.
1994 isch dr dritt und schwärschti Schicksalsschlag passiert, dä Sohn Armin hed mit 39 Jahr sis Läbä verlorä. Das Schicksal aznäh, isch schwär gsi für dich.
Ä witeri Usäforderig isch für dich s Züglä is Dorf inä gsi, 13 Jahr hend iär im Huus vo dr Tochter Vreni äs nüüs Deheimä gfundä. Au vo det us hesch du mitäm voll usgrüschtätä Justy dä Wäg zu dinä Chind gfundä. Nach dä Abgab vom Füehreruswiis hesch du sogar afä Fahrplan läsä und s Busnetz kännäglehrt. Am 7. Mai 2009 hesch du mit äm Rösy s diamantigä Hochsig mit ämä grossä Familiäfäscht chönnä fiirä.
I dä letschtä Jahrä hend dini Chräft nahglah, und du hesch immer meh Hilf müässä annäh. Mit dr Unterstützig vo allnä Chind hesch du bis im Juli vo dem Jahr no chönnä dehäimä wohnä. Will sich d Umständ im Huus ganz plötzlich verändärät hend, isch dä Iitritt is Altersheim Hofmatt in Arth unumgänglich wordä.
Au dä schwäri Schritt hesch du agnu und mit Würde treid. Dank dä liäbevollä Pfleg vom Personal hesch du dich verstandä gfühlt. Trotz allem hend miär ab und zue di Schalk odär ä träfä Spruch dörfä gniässä.
Miär alli hend gmerkt, dini Chraft isch ufbrucht, und doch simmr überrascht wordä, wo d Nachricht cho isch, dass du still und friedlich am Zischtigmorgä für immer iigschlafä bisch.
Grossdädi, miär wärdid dich i üsnä Härzä wiiterträgä.
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