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«Wir haben uns entschieden, vermehrt Synergien zu nutzen

Nicht weniger als sieben Bündner Volleyball-Mannschaften haben vor Kurzem die regio- nale 2.-Liga-Meisterschaft in Angriff genommen. Chur und Untervaz intensivieren dabei ihre Zusammenarbeit.

Südostschweiz
05.11.10 - 01:00 Uhr

Von Simon Capaul

Volleyball. – Bei den Herren stieg Surselva, das die 3.-Liga-Saison 2009/10 ohne Niederlage bestritten hatte, logischerweise in die nächsthöhere Klasse auf. Weil die 2. Liga auf die neue Spielzeit hin auf zehn Mannschaften aufgestockt wurde, kam aber ebenfalls Chur II in den Genuss einer Promotion und trifft somit in zahl- reichen Bündner Derbys auch auf die Klubkollegen von Chur I sowie auf Untervaz I.

Veränderte Zusammensetzungen

Nicht nur die Mannschaften, sondern auch deren Zusammensetzungen haben sich im Falle der Churer und des Untervazer Teams verändert. «Wir haben uns entschieden, vermehrt Synergien zu nutzen und eine engere Zusammenarbeit mit Volley Untervaz anzustreben», erklärt Philippe Holzner, Präsident des VBC Chur. Während einige bereits routiniertere Untervazer Akteure neu bei Chur I spielen, wechselten Churs Junioren (bislang in der 4. Liga antretend) zu Untervaz I.Untervaz I bildet somit unter Trainer Hansjürg Bürkli die «Ausbildungsmannschaft» der beiden Klubs. Bei seinem Saisonstart gegen Chur II blieb das junge Team weitgehend chancenlos und unterlag 0:3. Die Mannschaft von Bürkli wird wohl einen schweren Stand haben und viel Lehrgeld bezahlen müssen, sich jedoch schnell weiterentwickeln.

Grosse und schlagkräftige Truppe

Chur I hingegen möchte vorne mitspielen: «Hinter Näfels III, das bei seinem ersten Auftritt, beim 3:0 gegen Chur I, einen sehr starken Eindruck hinterliess, scheint alles möglich», meint Spielertrainer Stefan Hosang. Weil neben den Untervazer Spielern auch der zuletzt bei Voléro Zürich in der Nationalliga B engagierte Andreas Catschegn zu seinem Ausbildungsklub stösst, verfügt Hosang über eine grosse und schlagkräftige Truppe. «Im Vergleich zu den letzten Jahren sind wir ausgeglichener besetzt und verfügen auf allen Positionen über mehrere Alternativen», gibt Hosang zu verstehen.

Keine Fortsetzung der Siegesserie

Surselva wird seine Siegesserie der Vorsaison in der 2. Liga nicht fortsetzen können. Die Oberländer bezwangen Chur II beim Saisondebüt in drei Sätzen. Gegen Pizol I mussten sie aber eine deutliche Niederlage hinnehmen. Ein Mittelfeldplatz sollte dennoch im Bereich des Möglichen liegen.Die zweite Churer Equipe, die sich im zweiten Spiel gegen Untervaz I wie erwähnt deutlich durchsetzte, erhielt Verstärkung durch die langjährigen Fanionenteam-Spieler Andrea Zendralli und Viktor Galliard sowie Neuzuzug Matthias Stöckli.

Im regionalen Volleyball der Frauen hat der VBC Bonaduz in der 2. Liga Neuland betreten. Das von Andrea Fischer trainierte und von Schwester Jeannette Fischer gecoachte Team strebt in erster Linie den Ligaerhalt an. Bei ihrem Saisonstart gegen Galina II unterlagen die Aufsteigerinnen 0:3. «Wir hatten mit der Konstanz zu kämpfen. Durch die Umstellung auf das für uns neue 5:1-Spielsystem waren wir in vielen Aktionen unsicher und unkonstant», so Fischer. Dennoch sei sie zuversichtlich, mit der nur um einen Zuzug (Sandra Fasser vom VBC Pontresina) veränderten Mannschaft das Saisonziel zu erreichen.Chur I hingegen hat diverse Änderungen erfahren. Während drei Spielerinnen in der Vorsaison sowohl in der 1.-Liga- als auch in der 2.-Liga-Mannschaft gespielt hatten, konzentrieren sich diese in der Spielzeit 2010/11 vollends aufs Fanionteam. Dafür sind Daniela Schluep (STV St. Gallen), Sabrina Colocci (nach einjähriger Pause) und Sanije Pajazitaj zum Team gestossen. «Ziel mit dieser jungen Mannschaft ist ein Platz im Mittelfeld», erklärt Gabriela Gisler, Mittelblockerin bei Chur II und TK-Chefin des VBC Chur.Etwas weiter nach vorne darf sich Untervaz I orientieren. Dieses überzeugte im ersten Saisonspiel gegen Jona II mit starkem Verteidigungsspiel und guten Angriffen und setzte sich in vier Sätzen durch. (cap)

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