Schwyz kontrolliert verdächtige Entlassungen
Im Wallis ist praktisch jeder siebte arbeitsfähige Ausländer in den Wintermonaten arbeitslos. Sie «überwintern» auf Kosten der Arbeitslosenkasse. Nicht so im Kanton Schwyz.
Im Wallis ist praktisch jeder siebte arbeitsfähige Ausländer in den Wintermonaten arbeitslos. Sie «überwintern» auf Kosten der Arbeitslosenkasse. Nicht so im Kanton Schwyz.
Kanton. - Im Wallis grassiert ein unliebsames Phänomen: Rechtzeitig auf die kalten Wintermonate schnellen die Entlassungen bei Ausländern, die im Wallis arbeiten, nach oben. Ihre Arbeitslosenquote ist per Ende 2014 auf 14,4 Prozent gestiegen. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, tragen vor allem die Baufirmen die Schuld an der hohen Arbeitslosenquote.
Die Arbeiter «überwintern» damit auf Kosten der Arbeitslosenkasse. Der Rückruf vom ehemaligen Chef funktioniert quasi als Geschäftsmodell, um Kosten zu sparen.
Gemäss der im Sommer veröffentlichten Studie beträgt die Rückrufquote in der Schweiz rund 14 Prozent. Das heisst, 14 Prozent aller Arbeitslosen, die im Studienzeitraum zwischen Juni 2009 und Juni 2011 ihren Job verloren haben, kehrten zu ihrem vormaligen Arbeitgeber zurück.
Im Wallis sind es über 42 Prozent, im Kanton Graubünden sogar 47 Prozent. Ganz andere Zahlen im Kanton Schwyz, der in der Studie eine Rückrufquote von 7,4 Prozent ausweist. Obwohl die Zahl der arbeitslosen Personen mit ausländischer Nationalität im Dezember um 104 Personen zugenommen hat und ihre Arbeitslosenquote damit von 3,6 auf 4,2 Prozent angestiegen ist, könne man die Situation nicht mit dem Wallis vergleichen, erklärt Hubert Helbling vom Schwyzer Amt für Arbeit.
Im Kanton Schwyz seien die Zahlen überschaubar, und man halte auch den Finger drauf, wenn etwas merkwürdig erscheine. Die Kontrolle funktioniere, und man sei ziemlich konsequent. (red)
(c) March-Anzeiger/Höfner Volksblatt
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