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Hitzewelle schädigt 91 Prozent der Korallen des Great Barrier Reef

Hitzewelle schädigt 91 Prozent der Korallen des Great Barrier Reef

Die andauernde Hitzewelle in Australien hat einem Regierungsbericht zufolge mehr als 90 Prozent der Korallen des Great Barrier Reefs geschädigt. «Der Klimawandel schreitet voran, und das Riff bekommt die Folgen bereits zu spüren», hiess es in dem Bericht vom Dienstag.

Agentur
sda
11.05.22 - 08:23 Uhr
Wirtschaft
Gebleichte Korallen haben ein höheres Risiko abzusterben: Korallenbleiche im Great Barrier Reef. (Archivbild)
Gebleichte Korallen haben ein höheres Risiko abzusterben: Korallenbleiche im Great Barrier Reef. (Archivbild)
KEYSTONE/AP UNIVERSITY OF QUEENSLAND/OVE HOEGH-GULDBERG

Von den 719 untersuchten Riffen wiesen dem Bericht zufolge 654 - oder 91 Prozent - einen gewissen Grad an Korallenbleiche auf.

Die Hitzewelle hält schon seit Dezember an. Es ist das erste Mal, dass das Riff während einer La Niña-Wetterperiode, in der normalerweise kühlere Temperaturen zu erwarten sind, von einer Bleiche betroffen war.

Obwohl gebleichte Korallen noch am Leben sind und sich mässig betroffene Riffabschnitte möglicherweise erholen, weisen «stark gebleichte Korallen eine höhere Sterblichkeitsrate auf», hiess es in dem Bericht. Die Korallenbleiche ist ein Phänomen, das auftritt, wenn die Korallen gestresst sind und die in ihnen lebenden bunten Algen abstossen.

Klimaziele reichen nicht aus

Umweltschützer riefen die Politiker vor der Parlamentswahl in zehn Tagen, auf mehr für den Klimaschutz zu tun. «Auch wenn die Bleiche immer häufiger auftritt, ist das nicht normal, und wir sollten uns nicht damit abfinden», sagte Lissa Schindler von der Australian Marine Conservation Society. «Beide grossen politischen Parteien müssen sich der Tatsache stellen, dass ihre Klimaziele für das Riff nicht ausreichen.»

Kommenden Monat wird das Welterbekomitee der Uneso entscheiden, ob das Great Barrier Reef als «gefährdet» eingestuft werden soll. Australien hatte 2015 eine drohende Herabstufung des Welterbes abwenden können, indem die Regierung einen langfristigen Aktionsplan aufstellte und Milliarden in Schutzmassnahmen investierte.

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