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Geberit will Sanitärkeramikhersteller Sanitec übernehmen

Geberit will den an der Stockholmer Börse kotierten Sanitärkeramikhersteller Sanitec übernehmen. Geberit macht dafür ein öffentliches Kaufangebot von 97 Schwedischen Kronen pro Aktie. Insgesamt würde die Übernahme so 1,29 Milliarden Franken kosten.

Südostschweiz
14.10.14 - 09:27 Uhr

Rapperswil-Jona. – Im Vergleich zum Durchschnittskurs der Sanitec-Aktien der vergangenen drei Monate ist Geberit damit nach eigenen Angaben bereit, den jetzigen Besitzern von Sanitec einen Preisaufschlag von 29 Prozent zu zahlen. Finanzieren will Geberit die Übernahme durch eigene Mittel und durch neue Kredite, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hiess.

6200 Mitarbeiter in 18 Fabriken

Die Übernahme wird gemäss Geberit vom Sanitec-Verwaltungsrat unterstützt. Ihre Unterstützung zugesichert haben auch bereits die Beteiligungsgesellschaften EQT und Zeres Capital, die beiden grössten Aktionäre von Sanitec. Sie haben sich unwiderruflich dazu verpflichtet, ihre Anteile Geberit anzudienen.

Sanitec hat gemäss Angaben von Geberit 2013 mit 6200 Mitarbeitern in 18 Fabriken 702 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das Unternehmen sei der führende europäische Hersteller und Anbieter von Sanitärkeramik, schreibt Geberit weiter.

Marktführer für Sanitärprodukte

Die Transaktion mache Geberit zum Marktführer für Sanitärprodukte, wird Geberit-Chef und -Verwaltungsratspräsident Albert Baehny im Communiqué vom Dienstag zitiert. «Unser Zugang zu den Endkunden und unsere Präsenz in den Showrooms werden gestärkt.» Dies sei insbesondere in jenen Märkten entscheidend, in denen die Endkunden die wichtigsten Entscheidungsträger seien.

Geberit-Aktienkurs steigt

Die von Geberit angepeilte milliardenschwere Übernahme des finnischen Sanitec-Konzerns kommt an der Börse gut an. Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns notierten am Dienstag bei hohen Handelsvolumen 2,3 Prozent über dem Schlusskurs des Vortages.

Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index lag zum selben Zeitpunkt über ein halbes Prozent im Minus. Die Branchenbeobachter der Banken bezeichneten den Kauf als «einen grossen Schritt auf die Endkonsumenten zu», welche ja in der Regel die Entscheidungsträger seien, wenn es um die Ausrüstung von Badezimmern gehe. (sda)

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