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Der «Climate Hub Davos» kommt wieder

Der letztes Jahr während der WEF-Woche im Kulturplatz zum ersten Mal durchgeführte «Climate Hub Davos» kommt wieder. Mit noch mehr Angeboten für Einheimische.

Südostschweiz
20.01.25 - 08:00 Uhr
Wirtschaft
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Neue Ideen kennenlernen, sich austauschen und vernetzen, das ist das Ziel des «Climate Hub».

«Nach dem grossen Erfolg des ‹Climate Hub› vom vergangenen Jahr entschieden wir uns, das Projekt wieder durchzuführen», sagt Nicole Keller, Geschäftsführerin der Nachhaltigkeitsorganisation Green Up. «Mit einer Vielzahl neuer Partner und etwa doppelt so vielen Sessionen.» Wie der Name schon verrät, sind diese monothematisch: Alles dreht sich in irgendeiner Form um das Klima. «Wir wollen einen offenen Raum schaffen, in dem sich alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen, informieren, austauschen und vernetzen können.» Besonderes Augenmerk wird dabei auf kleine Non-Profit-Organisationen gelegt, die sich die Davoser Preise sonst nicht leisten können. Dabei arbeitet Green up mit der Gemeinde und dem WEF zusammen. «Zu unseren Veranstaltungen kommen hochkarätige, international bekannte und tätige Persönlichkeiten, doch wir wollen jederzeit offen für alle und sicher für die Einheimischen sein», erklärt Keller denn auch. Dennoch empfiehlt sie, sich für die Sessionen über die Webseite des «Climate Hub» anzumelden. «Es gibt aber immer auch Menschen, die sich anmelden, dann aber nicht erscheinen. Für sich spontan Entscheidende stehen damit oft kurzfristig noch Plätze zur Verfügung.»

Einweihung auf dem Arkadenplatz

Jeder der fünf Tage steht dabei unter einem speziellen Thema. Auftakt ist am Montag, 20. Januar, um 15 Uhr auf dem Arkadenplatz mit der Einweihung der Statue «The UnforeSeen Variable». Die Skulptur wurde von der international tätigen Künstlerin Veronica de Nogales in Zusammenarbeit mit «Homeless Enterpreneur», einer spanischen Organisation zur Unterstützung Obdachloser, geschaffen. Sie soll ein Bewusstsein für Arbeitsverhältnisse ohne soziale Absicherung und die Klimakrise schaffen und zur Verbesserung der Situation beitragen. Anschliessend wird der «Climate Hub» im Kulturplatz mit Vertretungen der Gemeinde und des WEF eröffnet. Spezieller Gast ist dabei Johan Rockström. Der schwedische Forscher ist besonders bekannt für seine Arbeit über planetarische Grenzen. 

Themenspezifische Tage

Der Dienstag ist ganz dem Thema gewidmet sein, wie beschädigte natürliche Systeme regeneriert werden können. Am Mittwoch schaut man sich an, wie sich Naturschutz finanziell positiv niederschlägt, und am Donnerstag wird überlegt, wie die wohlmeinenden Ideen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können. Ausserdem wendet sich «Climate Hub» am Donnerstagabend speziell an die einheimische Bevölkerung. Um 18 Uhr präsentiert ein «Circular Exhibit» Unternehmen, die tatsächlich in einer Kreislaufwirtschaft agieren, oder Produkte, die von Abfall zu Verkaufsschlagern werden. Begleitet wird das von einem sogenannten «Emotional Tasting». Dabei reicht eine aktuell in Davos tätige Catering-Firma speziell für den «Climate Hub» feines, pflanzenbasiertes Essen. Diese spezielle Möglichkeit wird übrigens ausschliesslich über die DZ kommuniziert. «Wir wollen, dass dieses Erlebnis vor allem den Einheimischen vorbehalten ist», sagt Keller. Dazu passt, dass anschliessend über «Our Swiss Future» unter ausschliesslich Schweizer Mitwirkenden und auf Deutsch debattiert wird. Mit einer Meditation und Zeit, das Erlebte zu reflektieren, schliesst der «Climate Hub» am Freitagmittag wieder.

Ständiges Angebot

Neben den zahlreichen Sessionen, die im Saal durchgeführt werden, gibt es im Foyer des Kulturplatzes eine kleine Ausstellung zu Davos und Nachhaltigkeit. Dazu steuerte das SLF Schneemodelle bei, und vom «Global Collaboration Village» des WEF wurden zwei «Virtual Reality»-Brillen beigesteuert. Kurze Sequenzen lassen die von der Wissenschaft festgestellten globalen Kipppunkte (Tipping Points) erleben, nach denen sich die Klimaerhitzung verselbstständigt und nicht mehr aufgehalten werden kann. Daneben gibt es eine «Good Food Bar», an der ausschliesslich pflanzenbasiertes Essen und Trinken zu finden sind. Auch Green Up nutzt die Gelegenheit, sich zu präsentieren und sich mit allen Anwesenden zu vernetzen. Auf dem Arkadenplatz werden E-Tuk-Tuk-Fahrten angeboten.

Spezielle Höhepunkte

Das vielfältige Programm bietet viele Höhepunkte, die sich zu entdecken lohnen. Speziell freut sich Keller auf die Verkostung von klimafreundlich angebautem Kakao am Dienstagnachmittag sowie auf den Donnerstag, wenn Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus um 16 Uhr zur Kreislaufwirtschaft spricht. «An diesem Tag wollen wir allen Davosern und Davoserinnen den ‹Climate Hub› nahebringen, und ich hoffe sehr, sie haben Zeit und Lust, vorbeizukommen.»

Das vollständige Programm und die Anmeldemöglichkeiten sind hier zu finden: https://green-up.ch/chd2025programme

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