350 Teilnehmende wanderten und blockierten
Traditionell zu Beginn des World Economic Forums melden sich jeweils dessen Gegnerinnen und Gegner zu Wort und demonstrieren auf dem Postplatz gegen die Reichen und für das Suchen von Lösungen für die Probleme der Welt.
Traditionell zu Beginn des World Economic Forums melden sich jeweils dessen Gegnerinnen und Gegner zu Wort und demonstrieren auf dem Postplatz gegen die Reichen und für das Suchen von Lösungen für die Probleme der Welt.
Auch heuer wieder wanderten die Protestierenden von Küblis über Klosters nach Davos. Gemäss den Organisatoren von «Strike WEF» nahmen rund 350 Personen an der zweitägigen Aktion teil, die Polizei zählte laut «Südostschweiz» rund 270 Wandernde. Die Anti-WEF-Winterwanderung fand – von den Bündner Behörden bewilligt – erstmals auf der Kantonsstrasse zwischen Küblis und Klosters statt. Hier kam es zu keinen grösseren Problemen, wie die Bündner Kantonspolizei gegenüber der SO erwähnte. Der Parolen skandierende, bunte und altersmässig gut durchmischte Tatzelwurm bewegte sich – unterstützt von einem Lieferwagen mit Soundanlage – gemächlich in Richtung Klosters, und einige Sujets waren durchaus originell: Beispielsweise eine grosse Waschmaschine, die das «Green Washing» der Schweiz darstellen sollte. Natürlich wurde auch wieder die Sunnibergbrücke bestiegen, um ein Transparent zu hissen.
Weniger friedlich ging es dann am Sonntag zu und her: Die Demonstrierenden blockierten die Strasse zum Wolfgangpass zunächst im Laret und später auch noch durch eine kleinere Gruppe im Oberlaret, was zu grossen Staus in beide Richtungen führte. Die Polizei löste beide Aktionen auf und nahm einige der Demonstrierenden in Gewahrsam. Dadurch verzögerte sich der Einmarsch auf dem Postplatz gewaltig. Die Kundgebung, die um 15 Uhr offiziell hätte beginnen sollen, verkam lange zur Alibi-Veranstaltung mit knapp 30 Teilnehmenden. Gegen 17 Uhr – also eigentlich zum Ende der bewilligten Kundgebung – traf dann auch noch ein Teil der Wanndergruppe ein, sodass schlussendlich rund 200 Personen auf dem Postplatz ihre Parolen skandierten. Angesichts der Verspätung wurde eine Verlängerung der Demo um 30 Minuten bewilligt.
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