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Migros-CEO hält Zuwanderung für nötig zur Sicherung des Angebots

Die Lebensmittelindustrie und der Detailhandel sind nach Aussagen von Migros-CEO Mario Irminger besonders auf Zuwanderung angewiesen. Die demografische Entwicklung sei in der Schweiz ein grosses Thema, sagte er im Interview mit der «Schweiz am Wochenende».

Agentur
sda
02.05.26 - 05:57 Uhr
Wirtschaft
Um das heutige Leistungsniveau im Detailhandel zu halten, brauche es eine gewisse Migration, sagte Migros-CEO Mario Irminger im Interview mit der "Schweiz am Wochenende".
Um das heutige Leistungsniveau im Detailhandel zu halten, brauche es eine gewisse Migration, sagte Migros-CEO Mario Irminger im Interview mit der "Schweiz am Wochenende".
Keystone/URS FLUEELER

«Deshalb werden wir eine gewisse Migration schon nur brauchen, um das heutige Leistungsniveau im Detailhandel aufrechtzuerhalten», sagte Irminger im Gespräch. Viele Mitarbeitende gingen in den kommenden Jahren in Pension, was den Bedarf zusätzlich erhöhe. Dass die Migration Probleme und Herausforderungen mit sich bringe, wolle er nicht bestreiten.

Ein Bevölkerungsdeckel, wie ihn die 10-Millionen-Initiative der SVP verlangt, schaffe aber neue Probleme. Aktuell seien etwa rund 60 Prozent der Mitarbeitenden beim Fleischverarbeiter Micarna ausländische Staatsbürger, in der Zerlegerei sogar 90 Prozent. «Wir sind auf sie angewiesen - heute schon und um die Lücken zu füllen, die auf uns zukommen», sagte Irminger.

Ohne Zuwanderung bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Service und Angebot sinken, etwa durch kürzere Öffnungszeiten, weniger Filialen oder eine geringere Auswahl. Aktuell gebe es 1000 offene Stellen bei der Migros, die schwer zu besetzen seien. Gesucht werden vor allem Filialpersonal, Mitarbeitende der hauseigenen Bäckereien sowie in der Fleisch- und Milchverarbeitung.

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