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Fachperson Gesundheit ist die beliebteste Ausbildung

Fachperson Gesundheit ist die beliebteste Ausbildung

Berufe im Gesundheitswesen sind im Moment bevorzugt. Sie sind Spitzenreiter in der Tabelle der beliebtesten Lehrberufe. Dieser Aufschwung sei aber mit Vorsicht zu geniessen. 

Sarah
Keller
vor 2 Monaten in
Wirtschaft
Die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit ist beliebt: 218 Lehrverträge wurden in diesem Jahr abgeschlossen. Letztes Jahr waren es 167.
SYMBOLBILD PIXABAY

Das Jahr 2021 ist ein gutes Jahr für Gesundheitsberufe. Trotz oder gerade wegen der Coronapandemie ist die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit sehr beliebt. 218 Lehrverträge wurden in diesem Jahr abgeschlossen. Letztes Jahr waren es 167.

Eine der Lernenden ist Seraina Casanova. Sie schätzt an ihrer Ausbildung den Kontakt mit den Patientinnen und Patienten und den medizinaltechnischen Bereich, das heisst Medikamente und Spritzen verabreichen.

Eine enge Begleitung und Unterstützung im Berufsalltag war für Casanova wichtig und entscheidend bei der Wahl ihrer Ausbildung. Der Kontakt mit den Menschen stand ebenfalls im Vordergrund. Bei Casanova hatte die Coronapandemie aber keinen Einfluss auf die Berufswahl, wie sie gegenüber TV Südostschweiz sagt. 

Viele machen die Ausbildung nicht zu Ende

«Es wurde viel über die Berufe im Gesundheitssystem gesprochen», sagt die Präsidentin des Pflegeberufsverbands Sektion Graubünden, Renate Rutishauser.  In den letzten Monaten sei klar geworden, dass Personen im Gesundheitswesen einen systemrelevanten Beruf hätten. Fachperson Gesundheit sei ein Beruf mit Zukunft, sagt Rutishauser gegenüber TV Südostschweiz. Die Aufgaben des Berufs seien aber auch streng und anspruchsvoll. Daher würden viele die Ausbildung nicht beenden oder kurz nach dem Abschluss einen anderen Beruf wählen. Der aktuelle Aufwind der Gesundheitsberufe sei daher mit Vorsicht zu geniessen. 

Um diesem Problem entgegenzuwirken, müssten die neuen Lernenden in den nächsten Jahren eng begleitet werden, betont Rutishauser. Gute Arbeitsbedingungen und gute Erfahrungen im Beruf seien für die Berufseinsteiger jetzt enorm wichtig. «Die jungen Menschen müssen in den nächsten Jahren gut behandelt werden, damit sie auch bei uns bleiben.»

Am 28. November kommt in der Schweiz die Initiative «Für eine starke Pflege» vors Volk. Unter anderem wird gefordert, dass die Aus- und Weiterbildung in der Pflege finanziell unterstützt und der Ausbildungslohn erhöht wird. Ein Ja könne entscheidende Weichen für die Zukunft der Fachpersonen Gesundheit stellen, so Rutishauser. (kea)

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