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Der Spatenstich ist gemacht

Der Spatenstich ist gemacht

Von Glarus bis Schwanden sollen die Stromversorgung sicherer gemacht und die Wasserversorgung optimiert und erneuert werden. Die Arbeiten dazu haben begonnen und dauern voraussichtlich bis November.

Südostschweiz
vor 3 Monaten in
Wirtschaft
Gestartet: Das Verlegen neuer Rohre von Mitlödi bis Netstal dauert voraussichtlich bis November.
PRESSEBILD

Nach zwei Jahren intensiver Planung sei nun termingerecht mit den Tiefbauarbeiten der neuen Rohranlagen von Mitlödi nach Netstal begonnen worden, steht in einer Medienmitteilung. Verschickt wurde diese gemeinsam von Verantwortlichen der Technische Betriebe Glarus Süd (TBGS), der Technische Betriebe Glarus (TBG) und des Energieversorgers SN Energie.

Mit dem Tiefbauprojekt werde die Stromversorgung in der Region von Glarus bis Schwanden sicherer gemacht und die Wasserversorgung der TBG sowie der Haltenbrunnenkorporation optimiert und erneuert, heisst es in der Mitteilung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis November und erfolgen im Rahmen der gemeinsamen Modernisierung der Netzanlagen von SN Energie, TBGS, TBG und Axpo.

«Wenn jetzt beim Höfli in Mitlödi, beim Halten im Glarner Oberdorf und im Sitli in Riedern, die Bagger und Baumaschinen der Marti AG, Matt auffahren, ist das ein Meilenstein in der Realisierung der 110-Kilovolt-Leitung Schwanden-Löntsch, einer Kabelanlage der SN Energie», so die Mitteilung. Doch es sei noch weit mehr: Denn entlang dieses 5,8 Kilometer langen Leitungstrassees kämen teilweise bis zu 15 verschiedene Leitungsstränge für Strom, Kommunikation und Wasser in den Graben. «Das hat damit zu tun, dass die vier beteiligten Unternehmen verschiedene Bedürfnisse haben, um ihre Versorgungsnetze zu optimieren.» Das Leiterteam koordiniere das Projekt der Erdleitungen, das vor allem Mitlödi, Glarus, Riedern und Netstal von einem Teil ihrer früheren Masten befreien werde.

42 Strommasten verschwinden

SN Energie erneuert ihr Unterwerk Schwanden, damit es bis 2025 für den Betrieb mit 110 Kilovolt (kV) bereit ist. Die 50-kV-Freileitung von SN Energie wird durch eine 110-kV-Erdkabelleitung ersetzt. Die Sanierung erfolgt im Zug des Axpo Spannungsumstellungsprojekts: Um dem steigenden Strombedarf auch in Zukunft Rechnung zu tragen, baut Axpo ihr gesamtes überregionales Verteilnetz sukzessive für den Betrieb von 50 kV auf 110 kV um.

SN Energie nutzt Synergien mit Axpo und bündelt ihre Kabelleitungen in einem gemeinsamen Rohrblock. Die 16-kV-Freileitungen der Axpo, zur Versorgung der Gemeinde Glarus, werden teilweise verkabelt, sodass 42 Strommasten entfernt werden können. Gleichzeitig gestalten TBG und TBGS ihre Stromnetze effizienter, bauen ihre Kommunikationsnetze aus und schaffen Redundanz in der Wasserversorgung. Die TBG reduzieren ihre Einspeisungen auf der 16-kV-Ebene, was den Aufwand für den Unterhalt der Anlagen senkt. Auch die Haltenbrunnenkorporation kann den neu entstehenden Rohrblock nutzen, um ihre teilweise 100-jährigen Wasserleitungen auf einem Teil des Trassees zu erneuern. Der Wasserversorgung der TBG ermöglicht dieses Projekt eine Verbindung der Versorgungsnetze zwischen Glarus, Riedern und Netstal zur Optimierung der Trink- und Löschwasserversorgung. Die Grundbesitzer werden für die Dienstbarkeiten und die Durchleitung entschädigt und die Landschaft wird entlastet.

Gleichzeitig an drei Orten bauen

Der Ablaufplan der Bauarbeiten sei ambitioniert, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Spatenstich erfolgte bereits, und die Bauarbeiten sind angelaufen. Die Tiefbauarbeiten sollten in diesem November abgeschlossen sein, damit im Frühling 2022 die ersten Kabel in die zahlreichen Rohranlagen eingezogen werden können.

Nach der Inbetriebnahme der Leitung – circa Mai/Juni 2022 – werden ab Frühling 2023 die bestehenden Gittermasten abgebrochen. Um die Bauarbeiten schnell voranzutreiben, wurden sie in drei Losen ausgeschrieben. So konnte Ende März an drei Orten gleichzeitig mit den Bauarbeiten begonnen werden. (so)

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