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Diesen Winter sind Heizpilze vor den Beizen erlaubt

An der freien Luft lässt sich der Abstand leichter einhalten: Glarner Gastrobetriebe können diesen Winter im Freien Heizpilze aufstellen, müssen aber erneuerbare Energie einsetzen oder eine CO2-Kompensation bezahlen.

Südostschweiz
04.11.20 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Spenden Wärme in den kalten Monaten: Der Kanton erlaubt den Beizern Heizpilze im Freien, aber nur mit Ökoauflagen. Bild Keystone
Spenden Wärme in den kalten Monaten: Der Kanton erlaubt den Beizern Heizpilze im Freien, aber nur mit Ökoauflagen. Bild Keystone

Aussenheizungen verbrauchen viel Energie. Deshalb sind sie im Kanton Glarus und den meisten Kantonen nur mit einer Bewilligung zugelassen. Eine Bewilligung kann erteilt werden, wenn erneuerbare Energie verwendet wird oder bestimmte, wichtige Gründe vorliegen. Das Coronavirus hat nun einen wichtigen Grund geliefert: Viele Gastrobetriebe sind im Winter auf zusätzliche Flächen im Freien angewiesen, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Der Verband Gastro Glarnerland und die Abteilung Umweltschutz und Energie des Kantons haben sich darauf verständigt, unter welchen Bedingungen Aussenheizungen eingesetzt werden dürfen. Das hat der Kanton gestern gemeldet.

CO2 muss kompensiert werden

Heizpilze dürfen demnach verwendet werden, wenn sie entweder mit erneuerbarer Energie etwa aus Holzpellets, mit zertifiziertem Strom oder CO2-kompensiert betrieben werden. In diesen Fällen wird eine Bewilligung ausgestellt und eine Vignette abgegeben. Für die gebräuchlichsten Modelle, die mit Flüssiggas betrieben werden, ist eine Bewilligung nur möglich, wenn dafür eine CO2-Kompensationsabgabe von 60 Franken für den Zeitraum bis Ende 2021 bezahlt wird. Diese Abgabe werde für CO2-Massnahmen in der Region eingesetzt. Auch in diesen Fällen wird eine Vignette abgegeben. Vignetten können online bei der Abteilung Umweltschutz und Energie oder bei den Gemeinden bezogen werden. Das Modell der CO2-Kompensation für Heizpilze wird unter anderem im Kanton Graubünden seit einigen Jahren betrieben.

«Die Abteilung Umweltschutz und Energie sowie der Verband Gastro Glarnerland sind überzeugt, eine gute Lösung für die besonderen Umstände des kommenden Winters gefunden zu haben», heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Ende des nächsten Jahres werde beurteilt, ob sich dieses Vorgehen bewährt hat und wie in Zukunft vorzugehen ist. (mitg/uw)

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Völlig Weltfremd. Was hat das den Kanton anzugehen was ich mit meinem Strom oder Flüssiggas mache? Gehts dem Baum jetzt besser wenn ich 60.- bezahle? Kommt kein ausländisches CO2 zu uns über die Grenze? Was ist das für eine Realitätsfremde Gesinnung? Hoffnungslos.

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