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Regionalbank von der Krise nur gestreift

Die Glarner Regionalbank (GRB) sieht sich auf Kurs und wächst.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. Juli 2020, 04:30 Uhr Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie werde die Wirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte beschäftigen.
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Im ersten Halbjahr 2020 meldet die Glarner Regionalbank (GRB) ein Wachstum von 11,8 Millionen Franken oder 2,1 Prozent bei den Kundenausleihungen. Das entspreche den Erwartungen, und darin enthalten seien auch Corona-Kredite für rund 40 kleine und mittelständische Unternehmen im Kanton Glarus. Um 3,4 Prozent oder 17 Millionen wuchsen die Kundengelder, das unterstreiche das Vertrauen in die Bank, heisst es in einer Mitteilung.

Starkes Anlagegeschäft

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank verglichen mit dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 3,26 Millionen. Zwar habe man den Zinsaufwand überproportional um 7,9 Prozent senken können. Den weiteren Margenschwund im für die GRB wichtigsten Geschäftsbereich könne dies aber nicht kompensieren.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hingegen habe um 24 Prozent zugenommen. Die GRB begründet dies damit, Kundinnen und Kunden hätten die tieferen Kurse nach dem Lockdown Mitte März für Zukäufe von Anlagen und Wertschriften genutzt, und die Börsen hätten sich danach sehr schnell wieder erholt.

Der Geschäftsertrag liege auf Vorjahresniveau, der Geschäftserfolg indes um 11,5 Prozent tiefer. Der Grund liege bei mehr Personalaufwand, man habe die Beratungskompetenz ausgebaut und in die digitale Zukunft der Bank investiert. Der Halbjahresgewinn beträgt 0,98 Millionen oder 5,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Corona wirkt bis ins nächste Jahr

Die Corona-Pandemie werde die Wirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte beschäftigen, schreibt die GRB im Ausblick. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sei sie davon nur am Rand in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie rechne aber damit, dass diese Krise im zweiten Halbjahr 2020 und im kommenden Jahr auch für die GRB spürbarer werde. Es könnten zusätzliche Wertberichtigungen nötig werden. (eing/fra)

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