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Corona: Australien schliesst Grenze zwischen Bundesstaaten

Wegen zunehmender Corona-Fälle wird in Australien die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten geschlossen. Die Schliessung des Verkehrs zwischen Victoria und New South Wales tritt am Mittwoch in Kraft, wie der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, am Montag mitteilte.

Agentur
sda
Montag, 06. Juli 2020, 12:07 Uhr Melbourne
A person receives a COVID-19 test at a Coronavirus pop-up testing facility in Broadmeadows, Melbourne, Friday, June 26, 2020. Coronavirus pop-up testing facilities have been setup in residential streets throughout area's considered coronavirus hotspots…
A person receives a COVID-19 test at a Coronavirus pop-up testing facility in Broadmeadows, Melbourne, Friday, June 26, 2020. Coronavirus pop-up testing facilities have been setup in residential streets throughout area's considered coronavirus hotspots…
Keystone/AAP/JAMES ROSS

Am Sonntag waren in Victoria 127 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Davor hatte der Bundesstaat mit rund 7,5 Millionen Einwohnern täglich fast drei Wochen lang zweistellige Zahlen von Neuinfektionen erfasst. Im Rest des Landes hatte es zuletzt nur wenige bekannte Fälle gegeben.

Die steigende Zahl sei eine Herausforderung, sagte Andrews. Er sei sich einig mit dem australischen Premierminister Scott Morrison und der Premierministerin von New South Wales, Gladys Berejiklian, dass es das Beste sei, die Grenze zu schliessen. Zwischen anderen Bundesstaaten und Regionen hatte es bereits Schliessungen gegeben.

Wie lange die Massnahme andauern soll, gaben die Behörden zunächst nicht bekannt. Für Menschen, die dringende Gründe für eine Reise haben, soll es Sondererlaubnisse geben. Mit der Schliessung kommt auch der Verkehr zwischen den beiden grössten Städten Australiens, Sydney (New South Wales) und Melbourne (Victoria), zum Erliegen.

Die Flugroute zwischen den beiden Städten gehört eigentlich zu meistfrequentierten der Welt. Australien (etwa 25 Millionen Einwohner) ist mit rund 8500 Corona-Fällen und 105 Todesopfern weniger stark von der Pandemie betroffen als viele andere Länder.

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