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QR-Rechnungen stossen auf Zustimmung

Bündner Unternehmen nehmen die Einführung positiv auf, auch wenn der Aufwand nicht überall gleich gross ist.

Patrick
Kuoni
Samstag, 26. Oktober 2019, 04:30 Uhr Trotz unterschiedlichem Aufwand
Musterbeispiel einer neuen Rechnung.
PRESSEBILD

Im Schweizer Zahlungsverkehr kommt es bald zu einer gewichtigen Anpassung. QR-Codes sollen die heutigen Einzahlungsscheine ersetzen. Die Einführung der QR-Rechnung erfolgt auf den 30. Juni 2020. Ab dann sind Privatpersonen und Bündner Unternehmen zunehmend mit solchen Rechnungen konfrontiert. Doch nicht alle Unternehmen sind gleich stark von einer solchen Umstellung betroffen, wie eine Nachfrage bei drei Bündner Unternehmen aus verschiedenen Branchen zeigt.

So heisst es bei der Versicherung ÖKK: «Unsere Arbeiten zielen darauf ab, QR-Rechnungen von Leistungserbringern ab dem 30. Juni verarbeiten zu können.» Für diese Umstellung arbeite man eng mit den IT-Partnern zusammen. «Die Verarbeitung von QR-Rechnungen ist ab Frühling 2020 mit dem nächsten Softwareupdate möglich», hält Beraterin Annina Streun fest. Man rechne damit, dass einzelne Leistungserbringer bereits im Juli erste QR-Rechnungen versenden werden. «Wir werden bereit sein, diese verarbeiten zu können.» Eine Umstellung vom Versand von orangen Einzahlungsscheinen zum Versand von QR-Rechnungen an die Kunden werde jedoch noch nicht am 30. Juni 2020 erfolgen.

Ähnlich tönt es bei Repower: «Bei unserem Verrechnungssystem-Hersteller laufen die Vorbereitungen. Mit dem neuen Release 2020 können wir die QR-Rechnungen drucken. Die Papierreserven des ESR-Papiers sind hinsichtlich der Umstellung bereits reduziert worden», erklärt Mediensprecher Thomas Grond. Ab Herbst 2020 werde Repower den Rechnungsversand für Stromrechnungen mit den neuen QR-Rechnungen erstellen, sofern es keine Verzögerungen vonseiten der Softwarefirma gebe. «Voraussichtlich ab Sommer 2020 können Lieferanten QR-Rechnungen an Repower stellen.» Weniger ein Thema ist die Umstellung bei der Ems Chemie: «Der Einsatz von QR-Codes ist auf die Schweiz beschränkt und deshalb für Ems als Exportunternehmen kaum relevant», erklärt Generalsekretär Conrad Gericke.

Umstellung wird begrüsst

Alle angefragten Unternehmen stehen der Neuerung positiv gegenüber. «Sichere und effiziente Systeme im Zahlungsverkehr begrüsst Ems immer», sagt Gericke. Auch Grond hält fest: «Repower unterstützt die Digitalisierung in allen Bereichen und Prozessen.» Deshalb könne bei Repower seit Jahren eine Umstellung der Zahlungs- und Versandart auf elektronische Rechnungen vorgenommen werden. So leiste man gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden einen Beitrag zur Reduzierung des Papierverbrauchs. «Aus diesem Grund möchten wir den Anteil an eBill-Kunden von heute knapp zehn Prozent weiter steigern.» Streun listet ausserdem als Vorteile die bessere Zahlungsqualität, die tieferen Printingkosten und die einfachere Handhabung für den Kunden auf.

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