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Walter Hauser verlässt Anti-Kesb-Komitee

Der Anna-Göldi-Stiftungspräsident ist aus dem Initiativkomitee der Kesb-Initiative ausgetreten. Mit der prominenten Thurgauerin Julia Onken zusammen. Eine Kesb-Reform will Hauser trotzdem.

Südostschweiz
Dienstag, 08. Oktober 2019, 04:30 Uhr Keine Informationen erhalten
Walter Hauser
Walter Hauser hat das Anti-Kesb-Komitee verlassen
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Nur noch sechs Wochen, und dann muss die Kesb-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht werden. Doch für das Volksbegehren, das die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) entmachten und die Vertretung von handlungsunfähigen den Familienmitgliedern und Lebenspartnern übertragen will, fehlen noch 20 000 Unterschriften, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Nun sind letzten Donnerstag der Glarner Autor und Präsident der Anna-Göldi-Stiftung Walter Hauser sowie die Thurgauer Psychotherapeutin und Autorin Julia Onken aus dem Initiativkomitee ausgetreten. Dies, obwohl beide die Kesb reformbedürftig finden, Onken sie laut NZZaS sogar als Fehlkonstruktion bezeichnet.

Hauser redet von Neustart

Beide erklären, sie hätten von Hauptinitiant Pirmin Schwander (SVP) praktisch keinerlei Informationen erhalten. Hauser habe grosse Zweifel, weil Schwander einen Rückzug der Initiative erwäge. Das sieht für Hauser zu sehr nach Kapitulation aus, er habe darum das Vertrauen verloren. Um glaubwürdig zu bleiben, wolle er einen Neustart lancieren. Schwander wehre sich gegen den Vorwurf der Kapitulation, heisst es weiter. Statt sturem Festhalten könnte er darauf setzen, dass Justizministerin Karin Keller-Sutter Bereitschaft zeige, «Systemfehler» der Kesb zu korrigieren. (fra)

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