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Glarus könnte noch mehr Sonne brauchen

Im Kanton Glarus ist das Potenzial für Solarstrom auf den Dächern noch fast unangetastet. Dies zeigt eine Auswertung, die der WWF Schweiz heute veröffentlicht hat.

Südostschweiz
Dienstag, 16. Juli 2019, 15:11 Uhr Solarstrom
Photovoltaik in Näfels: Ins Dach integrierte Solarzellen auf den Alterswohnungen.
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Die Auswertung wurde von Swiss Energy Planning durchgeführt und untersucht pro Gemeinde, wie viel vom Potenzial, das auf Schweizer Dächern vorhanden ist, effektiv für Solarstrom ausgenutzt wird.

In Glarus liegt Glarus Nord bei der Auswertung vorne, wie es in einer Mitteilung des WWF Schweiz heisst. Die Gemeinde nutzt rund 3,85 Prozent ihres Potenzials auf Dächern für Solarstrom. Glarus Nord sowie Glarus sind auch besonders schnell unterwegs.

Doch trotzdem sind die besten Gemeinden im Kanton Glarus weit weg von den besten Gemeinden schweizweit. «Die Gründe für diese grossen Unterschiede sind vielfältig. Unser Ziel war, eine Standortbestimmung zu machen, um aufzuzeigen, dass eine Lösung für die Klimakrise auch auf unseren Dächern schlummert», sagt Myriam Planzer, Projektleiterin Energiewende beim WWF Schweiz.

Allgemein sind die Resultate der Auswertung durchzogen. Zwar nutzen die besten Gemeinden der Schweiz fast 23 Prozent des Potenzials aus. Durchschnittlich stehen sie jedoch erst bei rund drei Prozent, wie es heisst. «Die Schweiz hat auf ihren Dächern ein noch fast unangetastetes Potenzial, um den Ausstieg aus Erdöl und Erdgas zu ermöglichen», so Panzer. (rac)

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