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Am Crestasee wird vieles neu

Ab Ende Mai wird das Gasthaus am Crestasee von zwei neuen Pächterinnen geführt. Die beiden Einheimischen setzen auf regionale Küche und Italianità. Auch kulturelle Anlässe sollen an einem der beliebtesten Badeseen Graubündens stattfinden.

Simone
Zwinggi
Mittwoch, 13. März 2019, 04:30 Uhr Gelati, Grossmutters Küche und Kultur
Treffpunkt für alle: der Crestasee. Im Hintergrund das Gasthaus.
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Der Schnee schmilzt langsam dahin, doch die Badesaison liegt noch in weiter Ferne. Wer dennoch einen Ausflug zum Crestasee macht, wird vor allem fleissige Handwerker antreffen. «Im Moment werden am Gasthaus Crestasee Sanierungsarbeiten vorgenommen», erklärt der Trinser Gemeindeschreiber Jean-Marc Rietmann. Diese werden im Auftrag der Gemeinde durchgeführt. «Danach soll das Haus bereit sein für die neue Nutzung.»

Treffpunkt mit regionaler Küche

Vor Ort werden bald zwei einheimische Frauen das Sagen haben. Madlaina Capatt und Pia Darms haben kürzlich die Pachtverträge im Namen der eigens dafür gegründeten Lago Mio GmbH unterschrieben. «Wir haben unsere alten Jobs aufgegeben und werden ab diesem Sommer am Crestasee anzutreffen sein», sagt Darms und atmet dabei tief durch.

«Wir möchten einen Treffpunkt für alle Trinser und alle aus der Region schaffen», erklärt Darms. Im «Restaurant Crestasee» soll man sich zum Apéro, auf ein Feierabendbier oder zum Znacht treffen können. Zudem möchten die die beiden Frauen mit attraktiven Öffnungszeiten nicht nur Badegäste, sondern ein breiteres Publikum anlocken. «Wir öffnen das Restaurant von 10 bis 22 Uhr. In den Monaten Juli und August täglich, im Juni, September und Oktober haben wir jeweils montags und dienstags geschlossen», so Darms.

Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste mit «regionalen Klassikern unserer Grossmütter sowie unseren eigenen Lieblingsrezepten». Beliefern lassen wird sich das Restaurant von regionalen Produzenten. «Die Regionalität liegt uns sehr am Herzen», sagt Darms.

Gelati und Take Away

Freuen dürfen sich die Gäste auch auf eine Gelateria. «So eine wie in Italien, wo man sich sein Cornet nach Wunsch zusammenstellen lässt», so Darms. Und wer mit knurrendem Bauch im Badeanzug auf der Wiese liegt, muss für einen Restaurantbesuch nicht extra die Kleider hervorholen, «sondern einfach beim Take Away sein Essen bestellen».

Für die Eröffnung am 30. Mai planen Capatt und Darms eine grosse Feier. Auch danach sollen immer wieder kulturelle Veranstaltungen am Crestasee über die Bühne gehen. Lesungen, Konzerte und ein Openair-Kino schweben den neuen Geschäftsführerinnen vor. «Aber spruchreif ist noch nichts», so Capatt.

Vorerst weiterhin Sommerbetrieb

Das Restaurant auch im Winter zu betreiben, wäre Darms’ Wunsch. Schliesslich führen Winterwanderwege und eine Loipe daran vorbei. Doch die Heizkosten sind enorm, wie Darms sagt. «Im Moment laufen Abklärungen dazu. Wenn sich eine Lösung zur rentablen Beheizung ergibt, würden wir das Restaurant gerne auch im Winter öffnen», so Darms.

Seit letztem Sommer unabhängig vom Restaurant betrieben werden der Badesee und der Kiosk.

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