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Er will Ovi-Nachfolger von Didier Cuche werden

Mit ihr kann man es nicht besser, aber länger. Den Werbeslogan von Ovomaltine kennt in der Schweiz wohl jedes Kind. Nun möchte der Molliser Nicolas Beglinger der neue Botschafter der Kultmarke werden.

Paul
Hösli
Samstag, 23. Februar 2019, 04:30 Uhr Nicolas Beglinger aus Mollis
Kriegt er die Kurve noch?
SCREENSHOT

Nicolas Beglinger legt sich mit seinen Ski in die Kurve, küsst mit der Hand und dem Oberkörper den Schnee und fährt in einem engen Radius wieder den Berg hoch, steht auf und dreht sich grinsend zur Kamera. Das sieht ganz gut aus. Ob dieses Video reicht, um der neue Ovo-Botschafter der Schweiz zu werden?

Beglinger gehört zu zehn Schweizer Skilehrern, die in der engeren Auswahl als Botschafter für die Schweizer Kultmarke Ovomaltine stehen. Wie der ehemalige Schweizer Skistar Didier Cuche, der seit 20 Jahren Markenbotschafter von Ovomaltine ist. «Das klingt nicht schlecht. Bereits Patrick Küng und Vreni Schneider haben für Ovomaltine Werbung gemacht, sie als Erste im Skisport überhaupt», erklärt der Molliser. «Ich könnte somit eine schöne Glarner Tradition fortsetzen.»

Werbegesicht für Ovomaltine

Auf der Webseite von Ovomaltine stellen sich die von einer Jury bestimmten Finalisten kurz vor und erklären, weshalb sie der neue Ovo-Botschafter werden sollen. Zudem darf jeder Finalist einen Skitrick vorführen. Die Besucher der Website können ihrem Lieblings-Skilehrer dann ihre Stimme geben.

Als Gewinn winkt dem neuen Ovo-Botschafter ein Tag Heliskiing in der Schweiz und gratis Ovomaltine Produkte. «Das mit den Ovo-Produkten ist toll, seit ich ein Kind bin, mag ich diese», sagt der in St. Moritz tätige Skilehrer. «Aber es steckt noch mehr dahinter», fügt er an. «Was genau, wissen wir zwar noch nicht. Der Gewinner wird bestimmt in irgendeiner Form Werbung für die Produkte machen, vornehmlich auf Social-Media-Kanälen.»

Fehlt der Bart?

Momentan liegt der 26-Jährige mit 15 Prozent auf dem vierten Rang der Abstimmung. 62 000 Stimmen sind schon abgegeben worden. Der Führende hat fast doppelt so viele Stimmen wie Beglinger. Auffällig ist, dass die drei Frauen unter den Top Ten derzeit chancenlos sind und alle drei vor Nicolas Beglinger platzierten Skilehrer einen Bart haben – oder zumindest ansatzweise. «Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Aber ich könnte es sonst noch ändern», sagt der leidenschaftliche Wintersportler und lacht.

«Ich glaube, ich wäre der ideale Kandidat», sagt er wieder ernsthafter. «Ich bin Glarner, wohne in Bern und arbeite während der Semesterferien im Engadin. Ich kenne die Schweiz und denke daher, dass ich sie gut vertreten kann», erläutert der Sport- und BWL-Student an der Uni Bern.

Das Skifahren ist seine grosse Leidenschaft. Er durfte 2013 am berühmten Lauberhorn-Rennen in Wengen als Vorfahrer an den Start. «Ich bin gerne in der freien Natur unterwegs, und mag es auch, Kinder im Skifahren zu unterrichten. Zudem unterstützt Ovomaltine seit drei Jahren sämtliche Schweizer Skischulen. Daher wäre das Engagement für mich eine lässige Sache.»

Glarner stimmt ab

Damit Nicolas Beglingers Wunsch in Erfüllung geht, braucht er aber noch einige Stimmen. «Es liegt mir schon etwas daran, und es würde mich sehr freuen, wenn ich gewinnen würde. Also, liebe Glarner, bitte für mich abstimmen!», so der Appell von «Begi», wie er auch genannt wird.

Noch bis Mitte März kann abgestimmt werden. Er ist zuversichtlich: «Ich glaube noch daran, dass ich es schaffe.» Für jemanden, der seine Kurven bereits am Lauberhorn gezogen hat und eine der schwierigsten Abfahrtspisten im Ski-Weltcup meistern konnte, sollte diese Aufgabe ebenfalls lösbar sein.

Hier gehts zum Voting.

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