×

Solardach über der ARA Chur wird erneut ausgezeichnet

Das im August 2018 eingeweihte Solarfaltdach über den Becken der ARA Chur ist ein echter Wurf. Nach dem Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA und der Klimastiftung Schweiz zeichnet eine weitere Institution das Projekt aus.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:28 Uhr Innovative Technologie
ARA Chur
Die faltbare Solaranlage über der ARA Chur räumt weiter Preise ab.
MARCO HARTMANN/ARCHIV

Mit dem Solardach auf der ARA Chur ist der IBC Energie Wasser Chur ein echter Wurf gelungen. Zusammen mit der dhp technology AG aus Zizers erhält die IBC den vom Bundesamt für Energie (BFE) verliehenen Preis «Watt d'Or» in der Kategorie erneuerbare Energien. Dies teilt IBC Energie Wasser Chur am Donnerstag mit. Es ist bereits die dritte Auszeichnung, welche das neuentwickelte Solardach «Horizon» gewinnt.

Im November 2018 wurde bekannt, dass die Klimastiftung Schweiz die Firma dhp technology aus ihren Fördermitteln mit 200'000 unterstützt, um die Konstruktion über der ARA Chur noch nachhaltiger zu machen. Im September 2018 erhielt die ARA Chur an der Energiefachtagung den «Innovationspreis Médaille d’eau», der vom Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA und dem Verein Infra-Watt mit Unterstützung von EnergieSchweiz verliehen wird. (so)

«HORIZON» schwebt dank Seilbahntechnologie fünf Meter über der Infrastrukturfläche und lässt sich wie eine Handorgel zusammenfalten. Wenn die Sonne scheint, entfalten sich die glas- und damit spiegelfreien Solarmodule und bei starkem Wind oder Schneefall fahren sie automatisch in ihre Garage ein. Dafür sorgt der eigens entwickelte Meteo-Algorithmus, der die Bewegungen aufgrund von genauen Wetterdaten steuert. So geht im Winter keine Sonnenstunde wegen schneebedeckter Solarmodule verloren und Service und Reinigung der Solarmodule können dank der Einfahroption bequem von der Dachkante aus erledigt werden. Die erste grosse Anlage dieser Art wird jährlich rund 540’000 Kilowattstunden Strom produzieren, die vollständig in der ARA selbst verbraucht werden und durchschnittlich rund 20% deren Strombedarfs decken. 

 

Kommentar schreiben

Kommentar senden