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Airport AG: «Keine Krise»

Trotz einem Rücktritt und einer Rücktrittsdrohung sieht sich die zukünftige Betreiberin des Flugplatzes Mollis auf Kurs.

Daniel
Fischli
Donnerstag, 10. Januar 2019, 04:30 Uhr Flugplatz Mollis
Flugplatz Mollis.
Die Mollis Airport AG soll den Flugplatz in Mollis im Auftrag der Gemeinde betreiben.
SASI SUBRAMANIAM

Wenn es im Bewilligungsverfahren zu keinen Verzögerungen mehr kommt, könnte die Mollis Airport AG in wenigen Wochen den Betrieb des Flugplatzes Mollis übernehmen. Damit wäre das mehrjährige Verfahren der Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes abgeschlossen. Über das vergangene Wochenende ist es in der AG allerdings zu einem Eklat gekommen. Einer der Verwaltungsräte ist im Streit zurückgetreten. Und der designierte Geschäftsführer hat angekündigt, das Amt unter den gegebenen Umständen nicht anzutreten. Der Verwaltungsrat sei nicht arbeitsfähig.

Gestern hat nun Verwaltungsratspräsident Thomas Walt Stellung zu den Vorgängen genommen. Sie seien «nicht spurlos» am Verwaltungsrat vorbeigegangen, so Walt. «Trotzdem arbeiten wir konstruktiv weiter und bereiten den operativen Start vor.» Der Verwaltungsrat habe eine gute Aussprache geführt und gehe positiv an die weiteren Aufgaben. Die Airport AG habe in den vergangenen Monaten viel erreicht und sei in der Lage, den Flugplatz zu übernehmen, so Walt weiter. Es liege keine Krise vor.

Gemeinde nicht beunruhigt

Der Flugplatz gehört der Gemeinde Glarus Nord. Die Mollis Airport AG soll ihn im Auftrag der Gemeinde betreiben. Trotz des Konfliktes sieht Gemeindepräsident Thomas Kistler aber keinen Handlungsbedarf. «Die Mollis Airport AG ist der gewählte Betreiber und wir sind überzeugt, dass der Betrieb aufgenommen werden kann, sobald die Umnutzung abgeschlossen ist», so Kistler. Es sei bei einem ambitionierten Vorhaben wie dem Flugplatz «nicht unüblich», dass es zuweilen zu Meinungsverschiedenheiten komme. Zumal der Verwaltungsrat der Airport AG aus Vertretern mit unterschiedlichen Hintergründen bestehe.

In der Airport AG haben sich die verschiedenen Nutzer des Flugplatzes zusammengeschlossen. Sie reichen von der Modellflugruppe über die Hobbyflieger und Unternehmen wie die Rega oder die Heli-Linth bis zum grossen Helibauer Kopter.

Gemeindepräsident Thomas Kistler findet, es sei «bedauerlich, dass die Meinungsverschiedenheiten in der Öffentlichkeit ausgetragen werden». Zumal das Ziel, der erfolgreiche Betrieb des Flugplatzes, ja für alle das Gleiche sei.

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