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Es muss nicht immer Hightech sein

Bei einem von der Energieallianz organisierten Vortrag referiert der Architekt Andrea Rüedi über Solararchitektur.

Südostschweiz
Freitag, 12. Oktober 2018, 04:30 Uhr Solararchitektur
Vorbild: Das Bürohaus Gasser in Haldenstein von Architekt Andrea Rüedi gewinnt den SIA-Preis für nachhaltiges Bauen, den Schweizer Solarpreis sowie den europäischen Solarpreis.
ANN-KRISTIN PETERSON

Die Lüftung erfolgt über sensorgesteuerte Ventilatoren. Die Jalousien werden gemäss dem Sonnenstand automatisch elektrisch bewegt, das Licht wird durch Bewegungsmelder ein- und ausgeschaltet, die Heizung über elektrische Ventile gesteuert und die Haustüre mit Gesichtserkennung geöffnet. Das WLAN muss rund um die Uhr eingeschaltet sein, damit die Steuerung mit den Sensoren kommunizieren kann – in den modernen Gebäuden steckt immer mehr Technologie, welche uns das Leben leichter und komfortabler machen soll. Man könnte bei gewissen Gebäuden bald von einem bewohnbaren Computer sprechen.

Ist dies wirklich notwendig? Ist dies eine sinnvolle Entwicklung? Brauchen wir immer noch mehr Technologie in unseren Gebäuden, oder lassen sich Komfort, Wohlbefinden und Energieeffizienz auch mit einfacheren, «natürlichen» Mitteln erreichen?

Diese Fragen werden im vom Verein Energieallianz Linth organisierten, Vortrag mit dem Titel «Solararchitektur» behandelt. Der für seine Solarhäuser über die Landesgrenzen hinaus bekannte Architekt Andrea Rüedi wird an Beispielen Alternativen zu hochtechnologisierten Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbebauten zeigen. Nach dem Vortrag steht er für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Die Energieallianz Linth ist ein unabhängiger, nicht gewinnorientierter Verein mit dem Ziel, den Anteil an lokal produzierter Energie im Kanton Glarus und in der Linthebene bis und mit Rapperswil-Jona zu erhöhen. Dazu soll einerseits die Energie effizienter genutzt und andererseits soll vermehrt erneuerbare Energie in der Region produziert werden. Dies verringert die Abhängigkeit vom Ausland und schafft regionale Arbeitsplätze. (eing)

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