Letzte grosse Baulücke im Dorfzentrum verschwindet
Das Areal der Ex-Gärtnerei Rüegg in Eschenbach soll überbaut werden. Auf der zentralen Parzelle sind vier Häuser mit «luxuriösen Eigentumswohnungen» sowie etwas Gewerbefläche geplant.
Das Areal der Ex-Gärtnerei Rüegg in Eschenbach soll überbaut werden. Auf der zentralen Parzelle sind vier Häuser mit «luxuriösen Eigentumswohnungen» sowie etwas Gewerbefläche geplant.
Seit rund anderthalb Jahren sind der Blumenladen und das zugehörige Areal der Gärtnerei Rüegg verwaist. Nach der Pensionierung des Inhabers hat sich kein Nachfolger gefunden. Dass eingezontes Bauland mitten im Zentrum nicht allzu lang brach liegen würde, war anzunehmen.
Nun ist klar: Auf dem rund 6300 Quadratmeter grossen Areal sollen drei neue Mehrfamilienhäuser entstehen. Ab heute liegt während 30 Tagen im Gemeindehaus Eschenbach der Sondernutzungsplan «Gwatt» zur öffentlichen Einsicht auf. Dies machte die Gemeinde via Inserat bekannt.
Gemeinde redet mit
Nach der Schliessung der Gärtnerei Rüegg hatte die Gemeinde eine Planungszone für das Areal erlassen. «Wir wollten damit sicherstellen, dass an dieser wichtigen, zentrumsnahen Lage ein Sondernutzungsplan für das Areal entwickelt wird», erklärt Gemeinderatsschreiber Thomas Elser. Auf diese Weise konnte der Gemeinderat Einfluss auf die Gestaltung nehmen. «Wichtig war uns, dass die Überbauung eine hohe Qualität aufweist, dass weiter ein öffentlicher Durchgang für Fussgänger gewährleistet ist und dass ein gewisser Anteil Gewerbefläche erhalten bleibt», erklärt Elser. Es handle sich um die letzte grössere Baulücke im Eschenbacher Dorfzentrum.
Dreistöckige Bauten mit Attika
Verantwortlich für das Projekt zeichnet die Feldmann Totalunternehmung AG aus Bilten. Sie hat das Areal von Rüegg erworben. Sie sieht den Bau von 41 «luxuriösen Eigentumswohnungen» vor, wie es im Projektbeschrieb auf der Homepage der Firma heisst. Die Wohnungen reichen von 2,5- bis 5,5-Zimmer. Dazu kommen laut Projektbeschrieb 85 Quadratmeter Gewerbefläche. Diese sind laut Elser im Erdgeschoss des bestehenden Gebäudes an der Schmerikonerstrasse geplant. Jenes Gebäude soll mit einem ähnlichen Volumen wie bisher erneuert werden. In den Obergeschossen sind drei Wohnungen vorgesehen. Die übrigen 38 Wohnungen verteilen sich auf drei neue Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude sind dreistöckig, mit Attikageschoss, geplant. Dies entspricht der aktuell gültigen Wohngewerbe-Zone, in der sich das Areal befindet.
Grünflächen und Tiefgarage
Dank des Sondernutzungsplans profitiert die Bauherrschaft laut Elser von einer gewissen Mehrausnutzung sowie reduzierten Gebäudeabständen innerhalb der Parzelle.
Der Sondernutzungsplan schreibt daneben auf dem Areal mindestens 15 Prozent zusammenhängende Grün- und Spielflächen im Verhältnis zur Wohnfläche vor. Konkret sind dies 685 Quadratmeter.
Die Überbauung wird von der Schmerikonerstrasse her erschlossen. Das bisherige Erschliessungssträsschen ab der Hauptstrasse führt neu in eine zentrale Tiefgarage mit 71 Plätzen. Dazu kommen laut Elser oberirdisch zwölf Besucher- und drei Gewerbeparkplätze.
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