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Linth-Gegen-Wind kritisiert verweigerte Akteneinsicht

Linth-Gegen-Wind kritisiert verweigerte Akteneinsicht

Der Verein Linth-Gegen-Wind wehrt sich gegen das Windpark-Projekt Linthwind. Er kritisiert die Projektleitung, sie verweigere ihm die Einsicht ins Inhaltsverzeichnis der Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Projektleitung ihrerseits verweist für Resultate auf später.

Südostschweiz
vor 3 Jahren in
Wirtschaft
Der Windpark Linth sorgt für Unmut: Der Verein Linth-Gegen-Wind sagt, die Projektleitung verweigere die Einsicht ins Inhaltsverzeichnis der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Der Windpark Linth sorgt für Unmut: Der Verein Linth-Gegen-Wind sagt, die Projektleitung verweigere die Einsicht ins Inhaltsverzeichnis der Umweltverträglichkeitsprüfung.
VISUALISIERUNG / SÜDOSTSCHWEIZ

Der Windpark Linthwind zwischen Niederurnen und Bilten ist umstritten. Seit März 2017 laufen Messungen über Wind und mögliche Auswirkungen. Und gestern Abend haben die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) eine Inforeihe gestartet (Bericht folgt).

Schon letzte Woche haben die Gegner mobilisiert. Der Verein Linth-Gegen-Wind (LGW) – mit dem Anti-Windkraft-Verein Freie Landschaft Schweiz im Rücken – fordert unter anderem grössere Abstände zu Wohnbauten. 34 Stimmbürger von Glarus Nord hätten einen entsprechenden Antrag auf mindestens 700 Meter eingereicht. Voraussichtlich muss die Gemeindeversammlung darüber entscheiden.

Nun wirft Linth-Gegen-Wind den SAK vor, den Anwohnern werde die Einsicht in die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verweigert. Dabei geht es noch nicht um die Resultate der UVP, sondern um das Pflichtenheft. Darum, was mit welchen Methoden untersucht wird. Mit den einspracheberechtigten Verbänden haben die SAK das Pflichtenheft bereits 2017 «besprochen», wie Linthwind-Projektleiter Ralf Egeter von der gegnerischen LGW zitiert wird. Das geht dieser aber zu wenig weit: «Wir möchten sicherstellen, dass die Interessen der Anwohner ausreichend berücksichtigt sind.» Denn das Pflichtenheft sei entscheidend für die Qualität und das Ergebnis der UVP.

Öffentlichkeit später am Zug

Die SAK haben aber das Pflichtenheft dem Kanton eingereicht, wie Egeter der «Südostschweiz» sagt: «Nun laufen seit März 2017 die Untersuchungen.» Der resultierende Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) werde alle Spezialgutachten und damit die Ergebnisse enthalten. Im Rahmen der zweiten Auflage der Nutzungsplanung Glarus Nord werde der UVB öffentlich gemacht und sei Bestandteil des Auflagedossiers.

Laut Egeter sind dann auch die Auswirkungen, die für die Bevölkerung relevant sind, im UVB enthalten. Diese hingen von Standort und Höhe der Anlagen ab, also auch von den Windmessungen. Mit Resultaten könne im Herbst gerechnet werden.

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Ich meine, dass Windkraft eine Alternative ist zur Atomkraft ist. Da ja kein Mensch deren Abfall will. Zudem haben wir viel Wind in der Linthebene. Wenn man keine Atomkraftwerke will, dann muss man die Windkraft und Wasserkraft fördern.

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