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Kein Ex Libris mehr in Chur und Glarus

Die Migrostochter Ex Libris baut jede dritte Stelle ab und schliesst zwei Drittel aller Filialen. Die Medienhändlerin reagiert damit auf den Strukturwandel in der Branche. Künftig will Ex Libris eine Online-Händlerin mit dem Fokus auf Büchern sein.

Südostschweiz
10.01.18 - 14:08 Uhr
Wirtschaft
Nicht mehr nur ein Umzug wie 2014, sondern ein markanter Abbau: Ex Libris schliesst bis Ende Jahr 43 der noch bestehenden 57 Filialen. (Archivbild)
Nicht mehr nur ein Umzug wie 2014, sondern ein markanter Abbau: Ex Libris schliesst bis Ende Jahr 43 der noch bestehenden 57 Filialen. (Archivbild)
KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Ex Libris beschäftigt heute rund 330 Personen und betreibt 57 Filialen. In einem Jahr werden es noch 215 Arbeitsplätze und 14 Filialen sein, wie die Migros am Mittwoch mitteilte. Gemäss Mitteilung hat Ex Libris gemeinsam mit dem Kaufmännischen Verband und der Personalkommission einen Sozialplan mit flankierenden Massnahmen erarbeitet. Ex Libris versuche zudem auch, den betroffenen Angestellten innerhalb und ausserhalb der Migros-Gruppe eine Stelle zu vermitteln.

Die Migros begründet die drastische Massnahme mit dem Strukturwandel in der Branche. So spüre auch Ex Libris den Preiszerfall durch die Frankenstärke und den aggressiven Preiskampf der internationalen Online-Konkurrenz, heisst es in der Mitteilung. Das trifft insbesondere den stationären Handel. Für das Geschäftsjahr 2017 meldet Ex Libris für die Filialen einen erneuten Umsatzeinbruch um 15 Prozent. Der Online-Shop von Ex Libris dagegen hat die Verkäufe um 8 Prozent steigern können.

Aufgrund dieser anhaltenden Umwälzung hat Ex Libris bereits in den letzten Jahren den stationären Handel zurück- und den Onlineshop hochgefahren. Seit 2010 hat die Medienhändlerin bereits 60 Filialen geschlossen. Der Online-Shop macht heute bereits über die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Nur noch 14 Filialen

Die bis jetzt eingeleiteten Massnahmen reichen laut Migros jedoch nicht aus. Das gut laufende Online-Geschäft habe die Einbussen im stationären Geschäft nicht kompensieren können, heisst es in der Mitteilung. Mit dem Abbau des grössten Teils des Filialnetzes solle Ex Libris auf ein gesundes Fundament gestellt werden.

Künftig will sich das Unternehmen auf den Online-Handel konzentrieren. An 14 Filialen und damit an der so genannte Omni-Channel Strategie hält Ex Libris jedoch fest, um als Marke in der Öffentlichkeit weiterhin präsent zu bleiben und vor allem nach wie vor Anlaufstellen für die Kundschaft zu haben. Rapperswil darf seine Filiale behalten. Chur und Glarus verlieren im Zuge dieser Umstrukturierung ihre. Bereits im Dezember meldete die Zeitung «Südostschweiz» die Schliessung der Filiale in Glarus. Damals wollte die Pressesprecherin jedoch keine weiteren Auskünfte zur Schliessung geben. (so/sda)

Diese Filialen bleiben:

  • Aarau
  • Basel Centralbahnplatz
  • Bern Bahnhof
  • Glattzentrum Wallisellen (ZH)
  • Lenzopark in Lenzburg (AG)
  • Lyss (BE)
  • Pizolpark in Mels (SG)
  • Rapperswil-Jona (SG)
  • Sursee (LU)
  • Illuster in Uster (ZH)
  • Wil (SG)
  • Zürich Bahnhofplatz
  • Zürich Limmatplatz
  • Zürich Oerlikon
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