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Flumroc wird dänisch – 230 Stellen bleiben erhalten

Flumroc aus Flums wechselt den Besitzer und wird dänisch. Dadurch soll aber der Standort Schweiz gestärkt werden und nicht etwa verschwinden.

Südostschweiz
Freitag, 17. November 2017, 17:06 Uhr Geschäftsübernahme
Das Bürogebäude der Flumroc in Flums.

Flumroc dürfte Auto- und Zugfahrern gleichermassen ein Begriff sein. Neben der Autobahn und der Bahnlinie zwischen Zürich und Chur liegen der Hauptsitz mit Bürogebäude und augenfälliger Produktionsstätte der Firma. Die Geschäftsbeziehung zwischen Flumroc in Flums und Rockwool im dänischen Hedehusene besteht seit 1969. Damals kaufte Rockwool aufgrund einer technischen Lizenzvereinbarung eine Minderheitsbeteiligung am Schweizer Steinwollhersteller. Diese entstand aus der 1900 erbauten Kalziumkarbidfabrik. Seit mehr als 60 Jahren produziert Flumroc Dämmplatten für Wärme-, Schall- und Brandschutz – mehr als 50'000 Tonnen pro Jahr.

Bisher war Flumroc mehrheitlich im Privatbesitz. Rockwool hielt zuletzt 43,5 Prozent der Aktien. Per 17. November 2017 hat Rockwool nun alle Aktienanteile von Flumroc gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Dies angesichts des bevorstehenden Generationswechsels in der Gründerfamilie, wie Philip Baumgartner, Vizepräsident des Verwaltungsrats, in einer Mitteilung zitiert wird.

Standort Flums bleibt bestehen

Das Unternehmen in Flums wird weiterhin unter der Marke Flumroc agieren um ihre marktführende Bedeutung mittels Technologien und Prozessen des neuen Eigentümers aus Dänemark in der Schweiz stärken, heisst es in der Mitteilung weiter. Flumroc beschäftigt in Flums und Cossonay-Ville in der Waadt 230 Mitarbeiter und ist in allen Regionen des Landes vertreten. Mit einem Jahresumsatz von 67 Millionen Franken vertreibt Flumroc seine Produkte überwiegend in der Schweiz und exportiert nur sehr begrenzt nach Frankreich und Italien.

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