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Die «Wiese»-Bar will mit Reizen nicht geizen

Neues Konzept, neue Einrichtung, gleicher Pächter: Letzten Freitag wurde die «Wiese»-Bar in Ennenda neu eröffnet. Das Erfolgsrezept von Pächter Toni Iantorno ist der weibliche Charme.

Südostschweiz
Mittwoch, 15. November 2017, 04:30 Uhr Neueröffnung
Grosse Pläne: Thomas Anderegg (links) hat dem «Wiese»-Pächter Tino Iantorno geholfen, die Bar auf Vordermann zu bringen.
OLGA SHOSTAK

von Olga Shostak

Die «Wiese»-Bar soll der Mittelpunkt von Ennenda sein. Das und nicht weniger erwarten die Freunde Thomas Anderegg und Toni Iantorno von der Neueröffnung der «Wiese» vergangenen Freitag. Eigentlich ist sie bereits seit Mai dieses Jahres geöffnet. Mit einem neuen Konzept wolle man aber durchstarten und zum Dorfgespräch werden. Gute Getränke, eine gemütliche Atmosphäre und schöne Frauen sollen laut Pächter Iantorno Gäste ins Haus bringen.

Zum «Cüpli-Bar»-Konzept riet ihm sein Freund Thomas Anderegg. Er habe mit seinem Beratungsunternehmen für Gastrobetriebe bereits zehn Bars zur Neupositionierung verholfen. Anderegg selbst führt derzeit die Kontaktbar «No Stress Bar» in Näfels, und auch Iantorno habe es ein Jahr mit einer Kontaktbar in Nidwalden versucht. Der Arbeitsweg sei für den Siebner jedoch zu lange gewesen, weshalb er sich für eine Bar im Kanton Glarus entschied.

«In einem Monat habe ich das Lokal komplett neu gestaltet: die Wände, die Beleuchtung, die Einrichtung», sagt Iantorno, während er die Orange angemalten Wände mustert. Und Thomas Anderegg fügt hinzu: «Mit der Polstergruppe und dem Esstisch sah sie aus wie ein Wohnzimmer und nicht wie ein Nachtlokal.»

Der Arbeitslosigkeit entkommen

Das Besondere an einer Cüpli-Bar sei der Kontakt zwischen den Gästen und den hübschen Bardamen, sagt Anderegg. «Wenn jemand ein Getränk bestellt und möchte, dass die Damen sich mit ihm unterhalten, dann gehört das zum Service.» Man wolle mehr bieten, als nur die Gäste zu bedienen. Anfassen dürfe man die Frauen jedoch nicht, betont er.

Auch für die Besucherinnen haben die beiden Freunde etwas vorgesehen: «Einmal im Monat soll es eine Ladies Night geben.» Animateure seien dann für das Wohl der weiblichen Gäste zuständig – falls gewünscht auch mit einer Tanzeinlage, erklärt Anderegg.

Ob es in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach diesem Angebot gibt, habe man nicht versucht herauszufinden. Den Freunden sei bewusst, dass das Vorhaben riskant sei. Und der Pächter Iantorno erklärt: «Ich kann nicht mehr tun, als es zu versuchen. Ich habe die Bar übernommen, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen.» Zuvor war er Industriearbeiter. Nun ist er 58, und er müsse nehmen, was er kriegen könne.

Mitmischen an der Fasnacht

Mit der Neueröffnung sind die beiden zufrieden: «Die Gäste waren vom neuen Erscheinungsbild des Lokals begeistert. Und natürlich auch von den hübschen Bardamen», sagt Anderegg.

Das nächste Ziel seien Silvester und Fasnacht. Und auch da stehen schon die ersten Pläne. Während der Fasnachtszeit brauche man keine Bewilligung für Tabledance. Anderegg will das gleich nutzen: «Wir werden eine Stange aufstellen und die Bar dekorieren, um den Fasnächtlern das volle Programm zu bieten.»

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