Wie Gemeinden die E-Mobilität fördern
In Kaltbrunn und Eschenbach gibt es für Käufer eines Elektro-Mobils Geld – in allen Gemeinden gibt es Lademöglichkeiten.
In Kaltbrunn und Eschenbach gibt es für Käufer eines Elektro-Mobils Geld – in allen Gemeinden gibt es Lademöglichkeiten.
Bei der Förderung der E-Mobilität legen sich die Gemeinden in See-Gaster unterschiedlich ins Zeug. Am direktesten unterstützen Kaltbrunn und Eschenbach das Aufkommen von elektronisch angetriebenen Gefährten in der Region. Sie zahlen an Käufer eines E-Mobils eine Prämie aus.
In Kaltbrunn beträgt diese rückwirkend auf 1.1.2017 pauschal 2000 Franken. Eschenbach stellt einen Zustupf von zehn Prozent des Fahrzeugpreises oder maximal 2000 Franken ab Anfang 2018 in Aussicht. Eschenbach sieht das als Engagement im Rahmen des Labels «Energiestadt». Ziel ist es laut Gemeinde, «die Bevölkerung zum Umdenken zu bewegen – auch wenn der Anschaffungspreis von Elektrofahrzeugen nicht mehr viel höher ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen.»
Gemeinden vermieten E-Auto
In Kaltbrunn fahren Gemeindeangestellte seit Ende 2016 mit einem Elektroauto zu Auswärtsterminen, wie Gemeindeschreiber Thomas Wey sagt. Neu können Einwohner der Gemeinde das Gefährt am Wochenende mieten. Dafür muss man sich auf der Plattform sharoo.com registrieren, wie die Gemeinde kürzlich mitteilte. Die Ausleihe kostet pauschal 8 Franken pro Stunde oder 50 Franken pro Tag – unabhängig von der Fahrdistanz. Über die gleiche Plattform vermietet auch die Gemeinde Gommiswald ein E-Fahrzeug, das in ihrem Besitz ist und sie für Auswärtstermine nutzt. In Rapperswil-Jona verfügt die Verwaltung über ein E-Fahrzeug für Geschäftstermine. Ebenso der Werkdienst. Prämien für Private gibt es nicht. In Schänis überlegt man sich, Käufer von E-Mobilen künftig zu unterstützen. Bis Ende Jahr entscheide man darüber, schreibt Gemeindepräsident Herbert Küng auf Anfrage. Ein E-Fahrzeug hat die Gemeinde keines. Auch in Schmerikon, Amden, Benken, Weesen und Uznach verfügt die Gemeindeverwaltung aktuell über kein E-Mobil.
Uznach im Rückstand
In allen Gemeinden der Region steht aber mindestens eine E-Tankstelle, wie es das Energiekonzept der Region Zürichsee-Linth vorsieht. In Uznach sind diese allerdings bei zwei Privaten vorhanden. Man kann sie nur auf Anmeldung benutzen. Ausserdem ist deren Ladeleistung mit 2 kW/h sehr bescheiden. Eine Vollladung dauert mehrere Stunden.
«Wir sind mit dem EW im Gespräch für eine öffentliche E-Tankstelle», sagt Gemeinderat David Jud, Präsident der Uzner Energiekommission. Ebenso prüfe man Varianten für die Anschaffung eines E-Fahrzeugs für die Gemeinde.
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