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In der Stadtbibliothek weht ein orientalischer Wind

Taboulé-Salat, Hummus und Baba Ganoush statt Schinken-Sandwiches und Salat mit Ei: In der Stadtbibliothek Rapperswil-Jona weht ein frischer gastronomischer Wind – mit nordafrikanisch-mediterranen Noten. Das neue Bistro versucht so eine Lücke zu füllen.

Pascal
Büsser
09.08.17 - 16:12 Uhr
Wirtschaft

Seit Dienstag weht in der Alten Fabrik mit der Stadtbibliothek von Rapperswil-Jona ein frischer gastronomischer Wind. Dafür verantwortlich ist Astrid Schwarz. Sie hat das Bistro im Erdgeschoss übernommen. Und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt, wie sie erzählt. Zuvor war sie für die heilpädagogische Schule in der Stadt tätig.

Bäcker hat sich zurückgezogen

Bäcker Mike Wick hatte sich Ende Juli nach drei Jahren als Pächter zurückgezogen. Für ihn sei der Betrieb der Filiale von Anfang an ein Nullsummenspiel gewesen, sagte er zur «Südostschweiz». Die Bibliothek sei kein Topstandort, zumal es nur ganz wenige Aussenplätze bei schönem Wetter gebe.

Der zuständige Stadtrat Thomas Rüegg schrieb den mässigen Geschäftsgang im Bistro der Alten Fabrik indes auch dem «nicht besonders originellen» bisherigen Gastrokonzept zu. «Das neue Angebot klingt hingegen sehr spannend», meinte Rüegg bereits vor Monatsfrist.

Marktforschung betrieben

Tatsächlich hat die neue Pächterin auf eigene Faust etwas Marktforschung betrieben. Und versucht es nun mit einer kulinarischen Palette, die sich nicht an jeder Ecke im Rapperswiler Zentrum findet. So setzt sie auf Spezialitäten aus dem Mittelmeerraum – von Südeuropa bis Nordafrika. Das reicht von Taboulé-Salat über Hummus bis Baba Ganoush – einer Paste aus Aubergine und Sesam aus dem arabischen Raum. Auch Falafel will sie künftig anbieten – «allerdings pröble ich im Moment noch an der Rezeptur», erzählt sie am Eröffnungstag. Alles selbst gemacht, das sei ihr wichtig. Auch bei den Kuchen und Desserts. Neben den eher exotischen Spezialitäten setzt sie bei den Tages- und Wochenmenüs mit Quiches oder griechischem Salat auf Vertrautes.

Am Wochenende gibt es zudem ein kleines und grosses Frühstück. Brot und Gipfeli bezieht sie dabei von der Bäckerei Wick. Auch für Caterings bei Anlässen in den Räumen der Alten Fabrik werde sie nach wie vor mit dem vormaligen Pächter zusammenarbeiten – oder mit der Stiftung Balm.

Das Bistro ist stets offen, wenn die Bibliothek geöffnet hat – sprich von Dienstag bis Sonntag. Zudem am Abend, wenn Veranstaltungen stattfinden. «Ich hoffe, dass die Leute auch unabhängig davon vorbeischauen», so Schwarz.

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