Drei Frauen wollen Jona mit Cupcakes erobern
Drei Jungunternehmerinnen haben Grosses vor. Sie wandeln das Fotostudio Meli im Joner Zentrum in ein Café um. Cupcakes sehen sie als Erfolgsrezept – und Kunst.
Drei Jungunternehmerinnen haben Grosses vor. Sie wandeln das Fotostudio Meli im Joner Zentrum in ein Café um. Cupcakes sehen sie als Erfolgsrezept – und Kunst.
Sie haben grosse Pläne. Die Schwestern Ulla Altenburger (25) und Katja Wippel (27) wagen mit Freundin Angela Schuster (27) den Schritt in die Selbstständigkeit. Sie übernehmen das Fotostudio von Walter Meli, der Ende Jahr in Pension geht. In den Räumlichkeiten im Joner Zentrum, direkt neben Migros und Denner, eröffnen sie ein neues Kaffeehaus: das Café Galerie. «Wir wollen etwas schaffen, das in Jona fehlt», sagt Altenburger, «ein gemütliches und modernes Café.»
Trendfood als Erfolgsrezept
Kulinarisch wollen sich die drei jungen Frauen mit Cupcakes und Bagels profilieren. Ein Cupcake ist ein tassengrosser Kuchen mit Guss oder einer Cremehaube. Die verzierten Kleingebäcke liegen im Trend.
Die Kolleginnen betrieben bereits dreimal einen Stand am Rapperswiler Weihnachtsmarkt. «In drei Tagen verkauften wir jeweils 1000 bis 1500 Cupcakes», erzählt Katja Wippel. Das äusserst positive Feedback der Kundschaft habe sie motiviert, sich Vollzeit dem Backgeschäft zu widmen. Als salziges Hauptgericht sind Bagels vorgesehen – handtellergrosse Sandwiches mit einem Loch in der Mitte.
Ein komplementäres Trio
Für die drei ist die Gastronomie beruflich ein mehr oder weniger neues Feld. Sie seien aber gut vorbereitet, hätten einen realistischen Businessplan und ergänzten sich ideal, ist Ulla Altenburger überzeugt. Ihre Schwester Katja Wippel ist die kreative Bäckerin. Die gelernte Kauffrau sammelte bereits Erfahrungen im Service. «Ich habe inzwischen diverse Cupcake-Kurse besucht», sagt sie. Die zweifache Mutter wird 50 Prozent im Café arbeiten. Ebenso Kollegin Angela Schuster, die eine Tochter hat. «Sie ist als ehemalige Filialleiterin im Detailhandel unser Verkaufstalent», erklärt Ulla Altenburger. Sie selber, die wie ihre Schwester zur Hälfte einer südafrikanischen Bäckerfamilie entstammt, aber in Jona aufwuchs, wird sich primär um den administrativen Bereich kümmern.
Als gelernte Hochbauzeichnerin redet sie zudem beim Umbau des Lokals mit. Dieses soll durch ein Glasdach heller werden. So plant es die Eigentümerin, die WWG Einkaufszentrum Jona AG. «Offen ist noch, ob es sogar eine Dachterrasse gibt», sagt Altenburger. Neben rund sechzig Plätzen im Lokal, sind auch Sitzplätze im Innenhof der Joner Zentrumsüberbauung zwischen Molkerei- und Allmeindstrasse geplant. Dort wird sich die Ladenstruktur aufgrund einer Gesamterneuerung verändern. Zudem schliesst das Restaurant «Stadttor» auf Ende Jahr.
Künstler gesucht
Das Startkapital hätten sie sich angespart, erklären die Frauen. Eventuell komme noch ein Bankkredit hinzu. Für die Gestaltung des Innern des Cafés möchten die drei Frauen junge Künstler miteinbinden. «Wir haben eine grosse weisse Wand, die wir einem Künstler zu Verfügung stellen möchten», erklärt Altenburger. Zudem seien später im Betrieb Kunstausstellungen denkbar.
Auf einen Aufruf auf «Facebook» haben sich bereits diverse Interessenten gemeldet. «Wir brauchen aber natürlich von jedem Bewerber ein Portfolio, um eine Entscheidung treffen zu können.» Bis Mitte September sind weitere Bewerbungen möglich. «Dann werden wir alles sichten.» Die Eröffnung des Cafés ist im Frühling 2018 geplant.
Bewerbungen für Künstler an: hello@cafegalerie.ch
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.