Neuer Braumeister mit neuen Ideen
Die Brauerei Adler in Schwanden hat einen neuen Braumeister. Jörg Kambach braut dort bereits seit Anfang Mai die verschiedenen Biere. Der Geschmack werde sich nicht verändern, sagt er, neue Biersorten dürften jedoch hinzukommen.
Die Brauerei Adler in Schwanden hat einen neuen Braumeister. Jörg Kambach braut dort bereits seit Anfang Mai die verschiedenen Biere. Der Geschmack werde sich nicht verändern, sagt er, neue Biersorten dürften jedoch hinzukommen.
Jörg Kambach hat seit Anfang Mai das Bierzepter in der Brauerei Adler in Schwanden in der Hand. Der 45-jährige Duisburger bringt 20 Jahre Brauereierfahrung mit und war zuvor zwölf Jahre lang Braumeister in der Surselva-Bräu in Flims. Nun hat es ihn für eine neue Herausforderung ins Glarnerland gezogen. «Ich freue mich sehr auf die Zeit hier und bin stolz, Teil dieser traditionellen Brauerei zu werden», sagt Kambach.
In der Brauerei Adler ist er unter anderem für den Rohstoffeinkauf, die Rezeptur, die Technik und die Qualitätskontrolle zuständig. Auswirkungen auf den Geschmack des Bieres habe der personelle Wechsel jedoch nicht, versichert Kambach: «Die Biere sind gut, wie sie sind. Ich muss sie nicht verändern.» Da auch er nach der über Generationen überlieferten Rezeptur braue, werde der Konsument den neuen Braumeister im Geschmack auf jeden Fall nicht merken.
Ganz unbemerkt wird Jörg Kambach aber nicht bleiben. Er hat schon Ideen für neue Biersorten: «Da ist das Pulver noch lange nicht verschossen.»
Eine Idee sei eine Ergänzung zur Sagenbier-Reihe, zu welcher zum Beispiel der «Rufelihund» oder das «Vrenelisgärtli» gehören. «Es könnte ein rötliches Bier namens ‘Blutiges Knöchlein’ werden», offenbart Kambach. Mehr will er aber noch nicht verraten.
Fünfte Generation Oeschger
Die Spezialbiere, die es im Moment gibt, werde der neue Braumeister auf jeden Fall weiterführen, verschwinden würden durch ihn keine Biere.
Und auch er selber wolle so schnell nicht wieder verschwinden. Immerhin verlegt er nun auch seinen Wohnort nach Schwanden. «Im Moment ist mein Ziel, möglichst lange hier zu bleiben und auch irgendwann meine persönliche Note in die Brauerei Adler zu bringen.»
Jörg Kambach ist aber nicht der einzige neue Kopf im Adler Bräu-Team. Mathias Oeschger, Sohn des Geschäftsleitungspaares Ruth und Roland Oeschger, tritt in der fünften Generation ins Geschäft ein.
Der 28-Jährige erlernte das Brauereihandwerk unter anderem in München und studierte Betriebswirtschaft in Winterthur. Im Oktober wird er offiziell stellvertretender Geschäftsleiter der 190-jährigen Brauerei.
Mathias Oeschger zeigt sich überzeugt davon, dass der Familienbetrieb mit Jörg Kambach den perfekten Nachfolger für Braumeister David Sigrist gefunden habe. Dieser hatte am Freitag seinen letzten Arbeitstag bei Adler Bräu gehabt. «Die Brauwelt ist klein», erklärt Mathias Oeschger schmunzelnd, «wir haben Jörg schon gekannt.» Und bis jetzt macht er einen sehr guten Eindruck.»
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