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Gommiswald bekommt nun endlich sein Feuerwehrdepot

Gommiswald bekommt nun endlich sein Feuerwehrdepot

Die Gemeinde Gommiswald einigt sich mit der Ortsgemeinde nach langen Diskussionen über den Landerwerb für das neue Feuerwehrdepot. Offen sind allerdings noch finanzielle Fragen.

Milena
Caderas
14.07.17 - 06:34 Uhr
Wirtschaft
Landverhandlungen erfolgreich: Die Feuerwehr Gommiswald erhält statt des bisherigen Depots beim Dorfparkplatz ein neues Zuhause.
MARKUS TIMO RÜEGG

Die Politische Gemeinde Gommiswald möchte südlich vom Dorfparkplatz ein neues Feuerwehrdepot bauen. Dieses Vorhaben fand nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Bürgern Anklang. Vor rund einem Jahr stimmten sie einem Projektierungskredit von 320 000 Franken zu.

Differenzen zwischen der Politischen Gemeinde und der Ortsgemeinde, der das vorgesehene Land gehört, brachten das Projekt ins Stocken. Die Ortsgemeinde wollte das Land nur im Baurecht abgeben – sprich: das Land zu einem festen Zinssatz der Politischen Gemeinde über mehrere Jahre zur Verfügung stellen. Diese hätte es lieber gekauft. Treffen zwischen den Beteiligten blieben ergebnislos (Die «Südostschweiz» berichtete). Jetzt vermelden die Parteien einen Durchbruch.

Lösung: Landtausch

Die Ortsgemeinde Gommiswald gibt ihr Land an die Politische Gemeinde Gommiswald ab. Als Gegenleistung bekommt die Ortsgemeinde rund 15 ooo Quadratmeter Landwirtschaftsland im Kiesabbaugebiet Cher. Der Wertunterschied wird mit einer Ausgleichszahlung abgegolten. «Beide Räte sind überzeugt, samit eine für beide Parteien faire Lösung gefunden zu haben», heisst es in der Medienmitteilung von gestern.

Wie hoch die Ausgleichszahlung ausfallen wird, steht noch nicht fest. Das kantonale Amt für Landwirtschaft wird den Quadratmeterpreis für das Landwirtschaftsland noch festlegen.

Der Gommiswalder Gemeindepräsident Peter Hüppi geht davon aus, dass dieser zwischen vier und sechs Franken betragen wird. Für die 2200 Quadratmeter grosse Fläche beim Dorfparkplatz rechnet er mit einem Preis zwischen 100 und 150 Franken pro Quadratmeter. Der Preis des begehrten Stücks Land beim Dorfparkplatz dürfte also um die 300 000 Franken zu liegen kommen. Jener des Lands im Kiesabbaugebiet Cher um die 90 000 Franken.

Derzeit werden die entsprechenden Verträge ausgearbeitet. Die Modalitäten sollen bis Herbst festgelegt und den beiden Räten zur Genehmigung vorgelegt werden.

Bewegung im Projekt

Für Roman Bernet, Verwaltungsratspräsident der Ortsgemeinde, war es klar die Möglichkeit, Landwirtschaftsland zu erwerben, die der nun gefundenen Lösung zum Durchbruch verhalf. Bernet geht davon aus, dass der Landabtausch dem fakultativen Referendum unterliegen wird.

Mit dieser Einigung können nun die Planungsarbeiten für den Neubau des Feuerwehrdepots fortgesetzt werden. «Ich bin froh, wenn es jetzt vorwärtsgeht», sagt Hüppi. Eine Aussage, die auch von Bernet unterstützt wird. Wenn alles nach Plan läuft, könnte laut Hüppi frühestens 2019 ein neues Feuerwehrdepot eröffnet werden.

Wie hoch die Ausgleichszahlung ausfallen wird, steht noch nicht fest. Die Modalitäten sollen bis Herbst festgelegt werden.

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