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Kantonsspital Glarus: Mehr Patienten, mehr Gewinn

Die Kantonsspital Glarus AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Finanzen sind im Lot. Der Umsatz ist von 82 auf 85 Millionen Franken gestiegen. Die Regierung genehmigte im Namen des Kantons als Alleinaktionärin Geschäftsbericht und Jahresrechnung.

Südostschweiz
07.06.17 - 16:48 Uhr
Wirtschaft
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Das Kantonsspital Glarus blickt auf ein erfolgreiches Betriebsjahr zurück.
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Im Geschäftsjahr 2016 behandelte das Kantonsspital Glarus (KSGL) zum zweiten Mal seit Bestehen über 5000 stationäre Patienten. Mit 5050 Fällen waren es 150 Fälle mehr als im Vorjahr; 364 Geburten wurden durchgeführt.

Dies teilte die Kantonsspital Glarus AG am Mittwoch mit. Der ambulante Bereich wuchs weiterhin stark. Im 2016 wurden 24'000 Patienten behandelt. Die damit erbrachten Taxpunkte stiegen um 8,0 Prozent auf 13,5 Millionen. Grund für den anhaltenden Zuwachs an ambulanten Leistungen sind die Spezialisierung sowie die vermehrte ambulante Leistungserbringung. Was früher einen stationären Aufenthalt erforderte, wird heute ambulant versorgt.

Zudem bringt es die Spezialisierung in der Medizin mit sich, dass Patienten für Abklärungen oder auch ambulante Behandlungen immer häufiger einen Spezialisten aufsuchen. Das KSGL bietet solche Spezialdisziplinen wie beispielsweise die Diabetologie, die Neurologie, die Urologie und viele weitere Spezialsprechstunden an, heisst es in der Mitteilung weiter.

Starke Marktposition

Die insgesamt erfreulichen Leistungszahlen des KSGL zeigen, dass das Spital mit seinen fast 600 Mitarbeitenden das Vertrauen der Glarner Bevölkerung nach wir vor geniesst. Die Marktposition im Kanton Glarus ist ausserordentlich stark.

Das Betriebsjahr 2016 schliesst mit einem positiven Ergebnis von 1,1 Millionen Franken ab. Finanziell steht die KSGL AG solide da. Erstmals präsentiert das KSGL seine Rechnung nach dem zeitgemässen Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER.

Regierung in corpore

Verwaltungsratspräsident Arnold Bachmann sieht optimistisch in die Zukunft. Er stellt zusammenfassend fest, dass das Spital aus heutiger Sicht gut unterwegs ist. Mit dem Bau des Parkhauses konnte das Spital seine Infrastruktur ergänzen. Und schliesslich schneidet es bei schweizweiten Qualitätsmessungen im Vergleich mit anderen Spitälern gut ab.

CEO Markus Hauser legt dar, dass das Spital leistungs- und ertragsmässig gut ins neue Jahr gestartet ist. Noch nie wurden in den Monaten Januar und Februar so viele Patienten behandelt wie im laufenden Jahr.

Die Regierung, welche die Generalversammlung am Dienstag in corpore besucht hat, genehmigte im Namen des Kantons als Alleinaktionär den Bericht und die Jahresrechnung zum sechsten Geschäftsjahr der Kantonsspital Glarus AG

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