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Trinkwasser vom Klöntal macht Strom

Mit einem neuen Trinkwasserkraftwerk wollen die Technischen Betriebe Glarus Strom für 250 Haushalte erzeugen.

Fridolin
Rast
06.06.17 - 19:24 Uhr
Wirtschaft
Die Technischen Betriebe Glarus wollen ein neues Kraftwerk in Betrieb nehmen.
Die Technischen Betriebe Glarus wollen ein neues Kraftwerk in Betrieb nehmen.
ARCHIVBILD

Die Technischen Betriebe Glarus (TBG) haben sich zum Ziel gesetzt, die Wasserkraft weiter auszubauen. Das sagte Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs an der Information zur Frühlingsgemeindeversammlung vom Freitag. Die TBG hätten dafür Rückstellungen gemacht. Sie könnten nach den Ausbauten Holenstein 1 und 2 sowie Bleiche nun auch den Ausbau des Kraftwerks Luchsingen und ein neues Trinkwasserkraftwerk Auli in Riedern in Angriff nehmen.

Neue KEV-Grenze limitiert nicht

Das neue Kraftwerk wird das Trinkwasser nutzen, das aus den Quellen Löntschbord und Fulenkopf sprudelt. Laut TBG-Geschäftsführer Martin Zopfi rechnet sich ein Werk für eine Jahresproduktion von einer Gigawattstunde – Strom für rund 250 Haushalte. Denn: «Die Quellen liefern recht viel Wasser und die Trinkwasserleitung, die dringend erneuert werden muss, hat ein hohes Gefälle.» Die maximale Leistung wird 180 Kilowatt betragen.

Sobald die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) zugesichert ist, soll das Werk gebaut werden. Die mit dem revidierten Energiegesetz beschlossene neue KEV-Leistungs-Untergrenze von einem Megawatt wird laut Zopfi nicht auf Trinkwasserkraftwerke angewendet.

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Besonders in der Schweiz, finde ich, ist die Wasserkraft von allen alternativen Energieträgern nicht nur die naheliegendste sondern auch die eleganteste Lösung, weil am wenigsten optisch nachteilhaft in die Landschaft eingegriffen wird. Ein Stausee ist immer noch "schöner" als ein riesiges Windrad oder spiegelnde Solarflächen. Das besonders steilwandige und wasserreiche Glarnerland eignet sich natürlich besonders gut für die Wasserkraftnutzung, und wie man am Klöntalersee, einem der fotogensten Bergseen der Schweiz, und dem beeindruckenden Limmerenstausee mit seiner Bergbahn und dem Riesentunnel, sieht, können solche Energielösungen auch touristisch attraktiv ausfallen.

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