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Wenn Hunde und Co. einfach ausgesetzt werden

Letztes Jahr sind in Graubünden über 300 Tiere ausgesetzt oder einfach in Tierheimen abgegeben worden. Studieren bevor kaufen heisst es bei den Tierfachleuten – Hund und Katze sind keine Wegwerfartikel.

Südostschweiz
05.09.12 - 08:30 Uhr

Chur. – Laut den aktuellen Zahlen des Schweizerischen Tierschutz STS wurden im Kanton Graubünden letztes Jahr 153 Katzen ausgesetzt oder in einem Tierheim abgegeben. Dazu kommen 53 Hunde und 105 Nager, darunter Meerschweinchen, Kaninchen und diverse Mäusearten. Im Ganzen landen jährlich über 300 Haustiere in einem Bündner Tierheim.

Viele wollen ihre Tiere loswerden

Diese Erfahrung hat auch Elvira Conradin von der Stiftung Pro Tierwaisenheim Ramosch gemacht. Sie ist Tierpflegerin im Ramoscher Tierferienheim. «Es gibt bei uns Camper, die nach ihren Ferien die mitgenommene Katze einfach auf dem Campingplatz zurücklassen», sagt sie. «Diese Tiere nimmt unsere Stiftung dann auf.» Im Moment wohnen 28 Hunde und 15 Katzen bei Conradin.

Alle Haustiere chippen

Leni Barth betreibt eine Tierpension in Sassal. Sie ist überzeugt: «Müsste man allen Kleintieren obligatorisch einen Chip einsetzen wie bei den Hunden, würden viel weniger Leute ihre Tiere aussetzen. Ist das Tier nämlich gechippt, findet man den Besitzer, was ein anonymes Aussetzen verunmöglicht.»

Brigitta Feurer liebt Tiere über alles. Ihr gehört die Tierpension «Bunter Hund» in Davos Wolfgang. Ihr Tierheim ist vor allem für Hunde konzipiert. Für Feurer gibt es nicht nur Tiere im Elend sondern auch Besitzer in einer Notlage. «Nicht alle Tierhalter bringen Hund, Katze oder Meerschweinchen einfach so in ein Tierheim», erklärt sie. (hap)

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