Weihnachten in der Justizvollzugsanstalt Realta
Auch in der Justizvollzugsanstalt Realta wird Weihnachten gefeiert. Das «Pöschtli», das diese Woche am Mittwoch statt am Donnerstag erscheint, hat mit Gefängnisdirektor Jürg Räber gesprochen. Das Interview zeigt, wie die Weihnachtszeit für die Insassen schwierig zu bewältigen ist.
Auch in der Justizvollzugsanstalt Realta wird Weihnachten gefeiert. Das «Pöschtli», das diese Woche am Mittwoch statt am Donnerstag erscheint, hat mit Gefängnisdirektor Jürg Räber gesprochen. Das Interview zeigt, wie die Weihnachtszeit für die Insassen schwierig zu bewältigen ist.
Cazis. – 120 Insassen aus 35 Nationen sind in der Justizvollzugsanstalt Realta inhaftiert. Für viele von ihnen ist Weihnachten eine schwierige Zeit. Es gibt aber auch Häftlinge, die einen Sonderurlaub über die Festtage erhalten, sagt Gefängnisdirektor Jürg Räber.
Für andere bleibe in diesen Tagen viel Zeit, sich mit der eigenen persönlichen Situation auseinanderzusetzen. Denn die übliche Beschäftigung an den anstaltseigenen Arbeitsplätzen fehle.
Wiedereingliederung ist das Ziel
Das Ziel des Strafvollzugs sei es, die Insassen auf ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorzubereiten, erklärt Räber weiter. Dazu dient auch die stimmungsvolle Weihnachtsfeier, die jedes Jahr organisiert wird. Der Ablauf im Gefängnis soll ähnliche Strukturen aufweisen wie im Leben «draussen».
So kommen die Insassen in den Genuss einer Ansprache des Direktors, von besinnlichen Worten der Seelsorger, eines feinen Essens und von Live-Musik. Manchmal organisieren die Insassen sogar selber die Unterhaltung, beispielsweise mit einem Spieleabend. Dies alles dient dazu, dass auch im Gefängnis Weihnachten einkehrt. (pö)
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