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In Sufers wird sichtbar, was 50 Jahre lang unter Wasser war

Die Vorentleerung des Sufner Stausees läuft. Die Kraftwerke Hinterrhein versuchen dabei, die für Fische gefährliche Trübung des abfliessenden Wassers unter Kontrolle zu behalten. Und den See für die Anlagenrevision im Winter zu rüsten.

Südostschweiz
29.03.11 - 09:00 Uhr

Sufers. – So hat man das Rheinwald bei Sufers noch nie gesehen. Bis auf einen letzten Rest ist es fort, das Wasser des Stausees, zum Vorschein gekommen sind Schlamm, Geröll, ausgebleichtes Schwemmholz. Ein einsamer Bagger sucht im Schlick nach der einstigen Baupiste zum Grund des Beckens. Der Hinterrhein bahnt sich ein Rinnsal durch die Ödnis.

Um mehr als 20 Meter gesenkt

Seit Anfang März haben die Kraftwerke Hinterrhein (KHR) den Seepegel im normalen Betrieb um mehr als 20 Meter gesenkt, seit gestern geht es nun noch um die völlige Entleerung über die Turbinenleitung nach Bärenburg und den Sufner Grundablass. Der Grund: Im Rahmen ihrer Gesamtrevision wollen die KHR zuerst einmal diesen Ablass und weitere Anlagenteile inspizieren – sie alle stehen seit 50 Jahren unter Wasser, und wegen der starken Wassertrübung kann ihr Zustand nicht mit Tauchrobotern erfasst werden.

Später, im April oder Mai – je nach Witterung –, wird der See ausserdem teilweise gespült. Das Ziel dabei: Der Hinterrhein muss eine Abflussrinne erhalten, die möglichst sedimentarm ist. (jfp)

Mehr in der «Südostschweiz» von heute.

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