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Spöl hat sich weitgehend erholt

Die Task-Force Spöl hat den Schlussbericht über den Unfall im April 2013, der ein verheerendes Fischsterben verursachte, veröffentlicht, wie das «Bündner Tagblatt» in seiner Ausgabe vom Dienstag berichtet.

Südostschweiz
06.01.15 - 12:52 Uhr
Zeitung

Zernez. – Der Bericht der Task Force zeigt: Das Leben ist in den Spöl zurückgekehrt. Zwischen der Staumauer Punt dal Gall und Punt Periv wurde im Frühjahr 2014 ein rund 2,3 Kilometer langer Flussabschnitt befischt. Dabei konnten 356 Bachforellen nachgewiesen werden, der gesamte Bestand in diesem Abschnitt wird auf rund 850 Fische geschätzt.

2013 lebten dort zwischen 350 und 400 Fische, die den Unfall überlebt haben. Im gesamten freifliessenden oberen Spöl wird der Bestand auf einer Länge von rund 3,5 Kilometern auf 3350 Individuen geschätzt. Damit hat sich die Fischdichte im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt.

50 Prozent weniger Fische

Gegenüber dem Jahr 2010 halten sich damit allerdings 50 Prozent weniger Fische im oberen Spöl auf. Der Vergleich der Zusammensetzung der Populationen zeigt, dass vor allem junge Fische den Unfall an Ostern 2013 nicht überlebt haben. Frisch geschlüpfte und Fische im zweiten Lebensjahr wurden besonders in Mitleidenschaft gezogen.

«Grosse, schwimmstarke Individuen haben entweder im Spöl überlebt oder sind aus dem Becken Ova Spin wieder aufgestiegen», heisst es im Schlussbericht. Auch ist es möglich, dass sich 2013 einige Forellen vorübergehend in kleinere Seitengewässer zurückgezogen haben. (mm)

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