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Schweizer wollen für Apps nicht zahlen

Beim App-Kauf schalten Schweizer Smartphone-Besitzer den Sparmodus ein: Sieben von zehn Nutzern haben im vergangenen Jahr weniger als 20 Franken im App-Store ausgegeben. Das zeigt eine Auswertung der Internetvergleichsplattform comparis.ch.

Südostschweiz
07.01.15 - 10:02 Uhr
Zeitung

Zürich. –  Vielen Schweizer Handybesitzern ist ihr Gerät lieb und teuer. Doch das hat Grenzen, wenn es um den Kauf von Apps und Zubehör geht. Dies zeigt eine Umfrage von comparis.ch letzten November bei über 4100 Handynutzern. 37 Prozent von ihnen haben in den letzten zwölf Monaten nichts und 32 Prozent weniger als 20 Franken im App-Store ausgegeben.

Die Umfrage zeige, dass viele nicht bereit seien, für Apps überhaupt etwas zu bezahlen, so das Fazit. Für viele Bedürfnisse gebe es Gratis-Apps, ausserdem sehen Nutzer oft den Mehrwert von kostenpflichtigen Apps nicht. Aber auch wenn es um Zubehör fürs Handy geht, sind die Schweizer genügsam: 57 Prozent der Handybesitzer haben in den letzten zwölf Monaten weniger als 20 Franken für Accessoires wie Schutzhüllen, Dekorationen oder Akkuladegeräte hingeblättert.

Dass es aber durchaus auch Personen gibt, die für teures Geld Zubehör für ihr Handy kaufen, zeigt die Umfrage ebenfalls: sieben Prozent der Handynutzer haben in den letzten Monaten über 100 Franken für Handy-Zubehör bezahlt.

Die Hälfte hat ein Budget

Wie schaffen es die Schweizer, die Kosten für ihr Mobiltelefon im Griff zu haben? Die Umfrage zeigt: 47 Prozent der Handybesitzer gibt sich ein Budget. Mehr als die Hälfte dieser Personen haben diese Limite im letzten Jahr eingehalten. 32 Prozent haben ihr Budget ab und zu, 13 Prozent sogar regelmässig überschritten. Eine klassische Kostenfalle beim Handy sei ein Abo, das nicht den eigenen Bedürfnissen entspreche, heisst es weiter. Ein Tipp: Das passende Angebot wählen und dabei unbedingt auch Prepaid-Angebote einbeziehen – diese sind oft günstiger als Abos. Nebst dem falschen Abo führen oft auch Telefonieren und Surfen im Ausland zu hohen Rechnungen.

44 Prozent der Handybesitzer haben ihr Abo- oder Prepaid-Angebot in den letzten zwölf Monaten gewechselt. Darin sind auch Wechsel innerhalb des gleichen Anbieters enthalten. Mehr als ein Drittel der Wechsler gaben unter anderem an, dass das Angebot nicht ihren Bedürfnissen entsprochen habe; 17 Prozent haben ein neues Smartphone gekauft und dafür ein entsprechendes Angebot gebraucht; zwölf Prozent waren mit ihrem Anbieter nicht mehr zufrieden.

Insgesamt haben 32 Prozent der Wechsler ein neues Angebot gewählt, weil ihnen das alte zu teuer war. Die Deutschschweizer sind am empfindlichsten beim Preis: 33 Prozent haben deswegen das Abo oder Prepaid gewechselt, bei den Welschschweizern waren es 29 Prozent und bei den italienischsprachigen Schweizern 28 Prozent. (so)

Weitere Informationen finden Sie hier.

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