Piloten respektieren Luftraumsperrung über Davos
Davos. – Das sagte Stefan Hofer, Sprecher des Führungsstabs der Armee, am Donnerstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. So glatt ist die Sperrung des Luftraums nicht immer abgelaufen. Als nach den Anschlägen von New York ab 2003 die knapp 50 Kilometer umfassende Flugverbotszone eingerichtet wurde, musste die Luftwaffe immer wieder intervenieren.
Einige Flugzeuge konnten aus dem gesperrten Luftraum geleitet werden, andere wurden von Kampfjets zur Landung gezwungen. Stets handelte es sich um Flüge, deren Piloten nicht über die Sperrung im Bild waren oder die ihre Route nicht sorgfältig geplant hatten. 2014 gab es einen Zwischenfall, der von einem Helikopter am Rande der gesperrten Zone verursacht wurde.
Dieses Jahr musste die Luftwaffe am Himmel über Davos noch kein einziges Mal eingreifen. «Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass der Luftraum über Davos während des WEF gesperrt ist», stellte Hofer fest.
Routine in der Festung Davos
Auch die Hundertschaften der Polizei und die rund 4500 Armeeangehörigen, die für die Sicherheit der WEF-Gäste sorgen, sind bisher nicht auf die Probe gestellt worden. «Keine sicherheitsrelevanten Vorfälle», meldete Hofer. Der Einsatz laufe bisher wie geplant.
In der Festung Davos scheint sich inzwischen eine gewisse Routine eingestellt zu haben. Die Zusammenarbeit von Armee und zivilen Behörden laufe auf allen Stufen hervorragend, stellte der Führungsstabs-Sprecher fest.
Das Militär habe eine etwas eigene Sprache, aber inzwischen verstehe man sich gut. Immer wieder zeige sich auch, wie sehr das Milizsystem die Zusammenarbeit von Polizei und Militär erleichtere. (sda)
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