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Mit Apps den inneren Schweinehund überwinden

Bereits wenige Tage nach Silvester wackeln die guten Vorsätze für das neue Jahr. Als Helfer in der Not sorgen Apps und Tricks dafür, dass man sich 2015 wirklich Freizeit gönnt, sich mehr bewegt oder gesünder lebt.

Südostschweiz
05.01.15 - 13:05 Uhr
Zeitung

Bern. _ Der Mensch hockt sich durch das mobile Zeitalter. Mehr Bewegung steht deshalb weit oben auf der alljährlichen Vorsatzliste. Statt teurem Fitnessclub verhilft auch Elektronik zu mehr Bewegung. So sind auf den meisten Smartphones Fitness-Apps schon installiert oder lassen sich günstig herunterladen. Die Handy-Sensoren zeichnen dann das tägliche Bewegungspensum auf, mahnen zu Treppensteigen statt Liftfahren und loben abends, wenn man seine Schrittration erfüllt hat.

Wer präzisere Messungen will, kauft sich ein Fitnessarmband. Auch in Modellen für unter 100 Franken erkennen empfindliche Bewegungssensoren und raffinierte Elektronik, ob man geht, läuft, treppensteigt, radelt oder sich gar unruhig im Schlaf wälzt. Teurere Bänder zeichnen sogar Puls und Blut-Sauerstoffgehalt auf.

Die Daten werden live auf einem kleinen Display oder einem angeschlossenen Smartphone angezeigt und im Armband gespeichert. Für Statistiken und Vergleiche muss man auch hier seine Daten den Fitnessportalen im Internet anvertrauen.

Gesünder leben

Vor allem nach einer wilden Silvesternacht fasst man den Vorsatz, einen gesünderen Alltag zu leben. Auch dafür gibt es helfende Apps. Stop-Tabac (iOS) der Uni Genf hilft bei Nikotinkrisen und rechnet gespartes Geld und gewonnene Lebenstage auf. Unter Android helfen Nichtraucher Coach und aha!Rauchfrei, für Windows Phone gibt es die App NoSmoking.

Beim Abspecken unterstützen MyFitnessPal (iOS/Android) und Bauchmuskeltraining (iOS/Android) verhilft zum Sixpack im neuen Jahr. Bürolisten haben dank Office-Fit (iOS) und Office Keep Fit (Windows Phone) sportliche Kaffeepausen.

Wer bereits beim Shoppen gesünder und bewusster handeln will, installiert sich die Apps von www.codecheck.info (iOS/Android). Man kann dann einfach den Barcode auf Produkten scannen und erfährt dessen Schadstoffe und gesündere Alternativen.

Mehr Zeit

Simpel, häufig und schwer zu realisieren ist der Vorsatz, mehr Zeit und einen gemächlicheren Alltag zu haben. Die digitale Welt bietet aber auch hier Apps und Tricks. Bei neuen Android-Modellen kann man beispielsweise das Smartphone automatisch zu frei bestimmten Uhrzeiten ein- und ausschalten lassen.

Weniger radikal sind die Nicht-stören-Funktionen der Smartphones, mit denen in der Freizeit das Telefon nur noch bei bestimmten Anrufern klingelt. Apps wie Offtime (Android) oder Swisscom My Time (Android, für iOS angekündigt) helfen, die Smartphone-Nutzung zu kontrollieren. Grösster Zeitdieb ist für viele die tägliche E-Mail-Flut. Wenn man mit Filtern die Mitteilungen bestimmter Absender automatisch in den Spam-Ordner verschiebt, stehlen Belästigungen von Internetshops und Dienstanbietern keine Zeit mehr.

Dank all der eingesparten Zeit kann man sich dann bereits Vorsätze für 2016 überlegen oder die gewonnenen Minuten mit Nature Sounds Relax and Sleep (Android) oder MindRelax Lite (iOS) mit Wassergeplätscher und Vogelgezwitscher verträumen. (sda)

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