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Lawinengefahr ist nach wie vor hoch

Trotz einer Wetter­beruhigung bleibt die Lawinengefahr in Graubünden hoch. Diese Situation wird sich in nächster Zeit kaum ändern.

Südostschweiz
06.01.15 - 07:50 Uhr
Zeitung

Davos. – Zwar liegt in Graubünden unter 2000 Metern bedeutend weniger Schnee als im langjährigen Durchschnitt früherer Jahre. Trotzdem ist die Lawinengefahr zurzeit erheblich. Dies sei jedoch nichts Aussergewöhnliches, erklärte Lukas Dürr, Lawinenwarner beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos, am Montag gegenüber Radio Grischa.

Es habe sich vor Weihnachten eine dünne Schneeschicht gebildet. Diese ungenügende Schneedecke sei nach den Weihnachtstagen weiter eingeschneit worden. Das sei der Grund, dass jetzt derart viele Lawinen ausgelöst würden.

Nur für erfahrene Leute

Es sei grosse Vorsicht geboten beim Skifahren und Snowboarden abseits der Pisten, warnt Dürr. Nur erfahrene Fahrer und Tourengänger sollten sich darauf einlassen. Zudem sei es wichtig, sich im Voraus im Internet genau über die aktuelle Lawinensituation in der jeweiligen Region zu informieren. Auch Suchgeräte für Verschüttete gehörten zur Ausrüstung.

Entwarnung ist laut Dürr in nächster Zeit nicht zu erwarten. Die Situation bleibe auch in den nächsten Tagen wenn nicht gar Wochen äusserst heikel. Denn die dünne ältere Schneeschicht werde sich nur sehr langsam verändern. (so)  

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