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Hofmann: «Wir haben eine lange Tradition der Verachtung des weiblichen Geschlechts»

In der Schweiz hat die Ungleichstellung von Mann und Frau eine besondere Geschichte, sagt Silvia Hofmann. Im Interview mit der «Südostschweiz» erklärt die Leiterin der kantonalen Stabsstelle für Chancengleichheit von Mann und Frau, was die Gründe für die «Helvetische Malaise» sind und wieso wir uns immer noch so schwer damit tun, uns von althergebrachten Rollenbildern zu verabschieden.

Südostschweiz
24.01.15 - 10:00 Uhr
Zeitung

Chur. – Die Schweizerische Gesellschaft habe lange Zeit hauptsächlich über Ausgrenzung und Einschluss funktioniert, sagt Silvia Hofmann. Die Ausschliessung der Frauen vom politischen Leben habe mit der «männerbündischen Kultur» zu tun, in welcher Politik vor allem am Stammtisch gemacht wird, so die Leiterin der kantonalen Stabsstelle für Chancengleichheit von Mann und Frau.

Französische Revolution als Rückschlag

Aber die Schlechterstellung des weiblichen Geschlechts ist keine Schweizer Eigenheit. Die westliche Gesellschaft allgemein habe «eine lange Tradition der Verachtung des weiblichen Geschlechts», sagt Hofmann. Hintergründig spiele die Religion eine Rolle. Aber auch die Französische Revolution und das Nazi-Regime in Deutschland hätten die Frauenbewegung weit zurückgeworfen. (gmd)  

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