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Auch für Rheinfrachter aus Schnee und Eis fehlt das Geld

Der geplante Frachter an der Quelle des Rheins am Oberalppass lässt weiter auf sich warten. Schuld sind fehlende Finanzen. Nun hätte eine Nachbildung aus Eis gebaut werden sollen. Doch auch dafür fehlt in Sedrun das nötige Kleingeld.

Südostschweiz
21.11.12 - 09:50 Uhr

Sedrun. – Mit einem Rheinfrachter möchte Sedrun am Oberalp die Rheinquelle inszenieren («suedostschweiz.ch» berichtete). Doch bisher reichte das Geld nur für einen zehn Meter hohen Leuchtturm. Wie das Regionaljournal Graubünden von Schweizer Radio DRS berichtete, hätte über den Winter ein Frachter aus Schnee und Eis im Massstab 1:1 gebaut werden sollen.

Nun wurde diese Idee aber sprichwörtlich auf Eis gelegt. Das Gemeindeparlament hatte vom Vorstand ein ausgeglichenes Budget verlangt. Die Auslagen für den Eisbau hätten dieses aber überschritten, heisst es im Beitrag. Nicht klar ist weiterhin, ob der richtige Rheinfrachter dereinst auf dem Oberalp installiert wird. Zwar glaubt Gemeindepräsident Pancrazi Berther weiterhin an die Idee. Aber neben dem Geld fehlt auch die Bewilligung für das Projekt.

Museum im Laderaum

Der ausgemusterte Frachter «Rheinquelle» hätte ursprünglich im Mai von der Rheinmündung an der Nordsee bei Rotterdam auf den 2046 Meter hohen Oberalppass transportiert werden sollen. Unterwegs wollten Touristiker die Aufmerksamkeit der 50 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der Wasserstrasse gewinnen.

In Basel hätte das Schiff in Stücke zerteilt und auf dem Landweg auf den Oberalp transportiert und dort wieder zusammengeschweisst werden sollen. Im Laderaum war ein Rheinmuseum geplant. (phw)

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