Blick in eine politisch dunkle Zeit
Dalton Trumbo ist im Amerika der Vierzigerjahre ein erfolgreicher Schriftsteller und Drehbuchautor. 1943 tritt er in die Kommunistische Partei ein und wird deshalb 1947 vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe geladen. Trumbos Weigerung, die Fragen des Kongresses zu beantworten, bringt ihm eine elfmonatige Gefängnisstrafe sowie die lebenslängliche Feindschaft der People-Kolumnistin Hedda Hopper ein.
Trumbo landet in Hollywood auf der schwarzen Liste, verliert Freunde, Haus und Ansehen. Fortan kann Trumbo, will er seinen Beruf weiter ausüben, nur noch illegal unter einem Pseudonym schreiben. Doch er gibt nicht auf und zieht gegen die US-Regierung, die Studiobosse sowie die boshafte Hedda Hopper gleichermassen ins Feld.
Verkörpert wird Dalton Trumbo von «Breaking Bad»-Liebling Bryan Cranston, der für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert wurde. Daneben brilliert Helen Mirren (Golden Globe-Nomination für Beste Nebendarstellerin) in der Rolle der bösartigen Hedda Hopper.
Im Interview mit der «Südostschweiz» erklärt Cranston, keine Probleme damit zu haben, sich politisch zu äussern. Dass er aber in der Vorbereitung auf den Film «Trumbo» erkennen musste, erstaunlich wenig über die Zeit der Kommunisten-Hetze in den USA zu wissen. (so)
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