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Veränderung beginnt im Kleinen

Wir müssen Sorge tragen zu unserem Planeten und seinen Ressourcen. Jede einzelne Person kann dazu ihren Beitrag leisten, beispielsweise durch nachhaltige Ernährung.

Themenwelten
Gesundheitswoche
29.04.26 - 06:00 Uhr
Auf lokalen Wochenmärkten gibt es frische Saisonprodukte aus der Region.
Auf lokalen Wochenmärkten gibt es frische Saisonprodukte aus der Region.
Churer Wochenmarkt

Der ökologische Fussabdruck jeder Person wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Ernährung, Mobilität, Konsum und Wohnen. Entscheidend für die Verringerung des Fussabdrucks ist die Motivation, Angewohnheiten zu hinterfragen und Alternativen auszuprobieren. Bewusste, nachhaltige Kaufentscheide bei Lebensmitteln, Kleidung oder anderen Alltagsgegenständen schonen die Umwelt und beeinflussen das Leben von Menschen positiv. Sie finden hier einfache Tipps, wie mehr Nachhaltigkeit in der Ernährung zur Gewohnheit werden kann.

Regional einkaufen 

Auf lokalen Wochenmärkten, in Hofläden oder mit Gemüse-Abos gibt es frische Produkte direkt vom regionalen Landwirtschaftsbetrieb. So bekommt man die Saisons hautnah mit. Oft liefern Bäuerinnen und Bauern mit dem Gemüse auch Rezeptvorschläge, um unbekanntere Gemüsesorten schmackhaft zuzubereiten. Vermehrt finden sich auch in grösseren Einkaufsläden Gerste, Hirse, alte Getreidesorten, Linsen oder Milchprodukte aus lokaler Produktion. 

Saisonal einkaufen 

Auch wenn die grosse Auswahl an Früchten und Gemüse im Laden das ganze Jahr über verlockend ist – überlegen Sie sich, welche Produkte in der Schweiz gerade Saison haben und orientieren Sie sich bei Ihrer Menüplanung daran. Saisonale Lebensmittel sind frischer, schmecken intensiver und schonen die Umwelt, da lange Transportwege und hohe Kosten für die energieaufwendige Lagerung entfallen. Gleichzeitig schonen sie aus den gleichen Gründen das persönliche Budget. Hilfe bei der Suche nach saisonalem Gemüse und Früchten bieten Saison-Tabellen (siehe Box).

SAISONTABELLE MAI

Kategorie
Saison
Lagerware
Gemüse
Blumenkohl, Broccoli, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi, Mangold, Radieschen, Rhabarber, Spargel, Spinat
Kabis, Karotten, Kartoffeln, Knollensellerie, Kohl, Kürbis, Randen, Zwiebeln
Salate
Batavia, Eichblatt, Eisbergsalat, Kopfsalat, Lollo Rosso/Bionda, Rucola
Früchte
Erdbeeren (ab Mitte Mai)
Diverse Apfel- und Birnensorten

Fairtrade und Bio beachten 

Biologisch produzierte Nahrungsmittel schonen die Umwelt, denn die Produzenten orientieren sich an natürlichen Prozessen und verzichten auf den Einsatz von Pestiziden oder chemisch synthetischem Dünger. So wird die Biodiversität gefördert. Nachhaltigkeit ist aber nicht einfach gleichzusetzen mit biologischer Produktion. Nachhaltigkeit heisst zum Beispiel auch sozialverträglich. Fairtrade-Labels stellen durch einen minimalen Preisaufschlag sicher, dass Produzentinnen vor Ort einen existenzsichernden Betrag für ihre Ernte erhalten. Halten Sie bei Lebensmitteln wie Bananen, Kaffee-Bohnen oder Reis gezielt Ausschau nach einem Fairtrade-Label. Nutzen, was die Natur lokal hergibt In manchen Gemeinden gibt es auf öffentlichem Grund Nussbäume, Obstbäume oder Beerensträucher, deren Früchte geerntet werden dürfen. Hier gilt das Motto: Nur so viel ernten, wie tatsächlich benötigt wird. Damit wird Food Waste verhindert, und andere Personen können ebenfalls ernten.

Zero Waste – keine Abfälle 

Fast ein Drittel der Lebensmittel werden in der Schweiz weggeworfen. Es lohnt sich aus nachhaltiger und finanzieller Sicht, Abfälle möglichst zu vermeiden. Wie gelingt dies? Zum Beispiel, indem Einkäufe – speziell von frischen Lebensmitteln – gut geplant werden. Gar keinen Abfall zu erzeugen, ist ein äusserst ambitioniertes Ziel. Was jedoch jeder erreichen kann, ist eine Reduzierung des eigenen Abfalls. Mit wenig Aufwand können bereits grosse Fortschritte erzielt werden: Tragen Sie immer eine Stofftasche mit sich, die Sie anstelle des Plastiksacks für Spontan-Einkäufe verwenden können. Verpacken Sie im Laden nicht jedes Gemüse in kleine Plastiksäcke, sondern legen Sie diese unverpackt in die Einkaufstasche. Nutzen Sie Nachfüll-Packungen, statt ein neues Produkt zu kaufen. In Unverpackt-Läden könnenganze Einkäufe in eigene Behälter abgefüllt werden. 

Umweltfreundlicher Weg zum Einkaufen 

Nachhaltig einkaufen beginnt nicht erstvor Ort im Laden – schon der Weg dahinzählt. Wenn der Wochenbedarf aufmehrere Einkäufe aufgeteilt wird, kannman die Einkäufe zu Fuss, mit dem Velooder den öffentlichen Verkehrsmittelnerledigen. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass Sie sich und Ihrer Gesundheitdurch die Bewegung etwas Gutes tun.Ist ein Gross-Einkauf nötig, dann kanndieser vielleicht mit den Nachbarn ineiner Fahrgemeinschaft erledigt werden.

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