Traditionelle Chinesische Medizin für Kinder – ein wahrer Segen!
Ein gesundes und zufriedenes Kind ist wohl das grösste Geschenk, das man sich als Eltern wünschen kann. Sind die Kleinsten gesundheitlich angeschlagen, möchten viele Mamis und Papis nur im Notfall Medikamente verabreichen und suchen daher nach alternativen Methoden – besonders bei chronischen oder chronisch wiederkehrenden Beschwerden. In solchen Fällen ist die Traditionelle Chinesische Medizin – kurz TCM – eine wunderbare und sehr effektive Methode, um die Gesundheit der Kinder zu unterstützen.
Ein gesundes und zufriedenes Kind ist wohl das grösste Geschenk, das man sich als Eltern wünschen kann. Sind die Kleinsten gesundheitlich angeschlagen, möchten viele Mamis und Papis nur im Notfall Medikamente verabreichen und suchen daher nach alternativen Methoden – besonders bei chronischen oder chronisch wiederkehrenden Beschwerden. In solchen Fällen ist die Traditionelle Chinesische Medizin – kurz TCM – eine wunderbare und sehr effektive Methode, um die Gesundheit der Kinder zu unterstützen.
Die TCM sieht jede Krankheit im ganzheitlichen Ansatz. Der Mensch ist gesund, wenn die gegensätzlichen Kräfte im Körper «Yin und Yang» im Gleichgewicht sind und die Energie «Qi» (Aussprache: tschii), reibungslos in den Energiebahnen, den Meridianen, durch den Körper fliessen kann. Ist der Energiefluss (Qi-Fluss) in den Leitbahnen gestört, können Blockaden entstehen. Durch die TCMBehandlung werden diese gelöst, körpereigene Wirkstoffe aktiviert und Organfunktionen gestärkt.
Aus Sicht der TCM ist der Verdauungstrakt von Kindern in den ersten Lebensjahren noch unreif und benötigt mehrere Jahre, um sich vollständig auszubilden. Entsprechend sind die Verdauungsorgane schnell überfordert, was nach Ansicht der TCM viele Probleme nach sich ziehen kann. Zu den zentralsten Gedanken der TCM gehört deshalb, die Verdauung der Kinder nicht zu überfordern.
Wo die TCM Ihren Kindern besonders hilft
Mit den Methoden der TCM kann ein Krankheitsverlauf abgemildert und die Genesung beschleunigt werden. Besonders bei folgenden Beschwerden hat sich die Medizin aus Fernost bewährt.
Verdauungsbeschwerden
Von Dreimonatskoliken über Durchfall, Verstopfung, Erbrechen oder einfach «nur» Bauchweh – wenn es um Verdauung geht, ist die TCM in ihrem Kernelement! Aus Sicht der TCM ist für diese Symptome vor allem die energetische Funktionalität von Magen und Milz verantwortlich. Sie wandeln das Essen in Energie um. Da bei Kindern der gesamte Organismus noch nicht vollständig entwickelt ist, reagieren sie sensibler auf kalte Nahrungsmittel, schnelles Essen oder seelische Belastungen. Mit der TCM wird der Energiefluss in den Verdauungsorganen – das «Verdauungs-Qi» – gestärkt und unterstützt.
Atemwegserkrankungen
Viele Eltern kennen es: die chronisch laufende oder verstopfte Nase. Aber auch Husten, angeschwollene Nasennebenhöhlen, Mandel- und Mittelohrentzündungen oder Asthma und Heuschnupfen sind häufige Beschwerden bei Kindern. Hier stärkt die TCM-Fachperson das Lungen-Qi und Verdauungs-Qi, evtl. auch das NierenQi. Bei akuten Beschwerden wird die Therapie angepasst, um zum Beispiel Husten zu stillen und die Atemwege und Ohren wieder zu öffnen. Abhängig vom Beschwerdebild ist die Kombination mit einer schulmedizinischen Behandlung notwendig und sinnvoll. Insbesondere bei chronischen oder chronisch wiederkehrenden Beschwerden ist die TCM-Therapie von grossem Nutzen. Bei Mittelohrentzündungen beispielsweise verhindert sie wiederkehrende Infekte und reduziert dadurch die Antibiotikagabe.
Hauterkrankungen
Von Milchschorf über Neurodermitis und Schuppenflechte bis hin zu einem wunden Po (Windeldermatitis) – Hautbeschwerden sind häufig bei Babys und Kleinkindern und lassen sich durch die TCM-Therapie lindern. Die Akupunktur und die chinesischen Arzneimittel lindern Hautirritationen, Hautrötungen und Juckreiz. Auch hier kann die Kombination mit einer schulmedizinischen Behandlung notwendig und sinnvoll sein. Wenn die Wirkung der TCM-Therapie einsetzt, kann oft, nach ärztlicher Absprache, die Kortison-Anwendung reduziert werden.
Schlafstörungen und Bettnässen
Wenn ein Baby nachts sehr betreuungsintensiv ist, zehrt dies an den Kräften der Eltern. Klar, wenige Wochen junge Babys schlafen normalerweise noch nicht allzu lange am Stück – und das ist auch in Ordnung so! Aber: Je älter ein Kind wird, desto wichtiger ist ein guter Nachtschlaf für die ganze Familie. Die TCM-Therapie hilft bei Ein- und Durchschlafstörungen. Individuell angewendet werden Akupunktur, chinesische Arzneimittel und Tuina, um den Schlafrhythmus zu stützen und erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Eltern können angeleitet werden, ihrem Kind eine Tuina-Massage zu geben, um vor dem Schlafengehen ein wirkungsvolles «in Kontakt sein» mit dem Kind zu schaffen.
Auch bei Bettnässen hat sich die TCMTherapie bewährt. Vordergründig wird das Nieren-Qi mit Akupunktur, Chinesischen Arzneimitteln, wie auch Moxibustion (lokale Wärmetherapie) gestärkt. Neben Anpassungen bei Trink- und Toilettenverhalten ist hier auch eine vorgängige kinderärztliche Abklärung wichtig. Was grundsätzlich wichtig ist, gilt hier in besonderem Masse: Das Kind muss freiwillig zur Therapie gehen – ein Kind zwangsweise zur Therapie zu bringen, ist eher kontraproduktiv.
Hyperaktivität
Kommt ein Kind kaum zur Ruhe, ist dies für die ganze Familie eine Herausforderung. Ein lebhaftes Kind ist völlig normal. Wenn Eltern aber das Gefühl haben, ihr Kind sei permanent «unter Strom», braucht es Unterstützung, um die Verbindung zu sich selbst zu stärken und besser «geerdet» zu sein. Die TCM sieht Hitze im Körper als Ursache für die Hyperaktivität. Folglich wählt die TCM-Fachperson Therapiemethoden, um die Hitze zu klären und lindert dadurch Unruhe, Reizbarkeit und Schlafstörung. Regelmässige, körperliche Bewegung in der Natur, altersgerechte Medienzeit und gesunde Ernährung helfen im Umgang mit dem Bewegungsdrang.
Diagnose und Methoden
Die TCM-Fachperson nimmt sich für ein erstes Gespräch sehr viel Zeit, um den Ursprung des Krankheitsgeschehens herauszufinden. Die beiden Eckpfeiler für die Diagnose bilden die Zunge und der Puls. Form, Farbe und Belag der Zunge sowie die 28 verschiedenen Pulsqualitäten verraten dem/der Therapeut:in die inneren Abläufe im Körper. Diese Diagnoseverfahren werden ergänzt durch Informationen, die sich aus der Beobachtung und Befragung der Kleinen gewinnen lassen. Bei jüngeren Kindern sind hier auch die Informationen der Eltern wichtig.
Eine gut ausgebildete TCM-Fachperson analysiert, welche Ursachen einer Erkrankung zugrunde liegen und kann so an der Wurzel der Problematik ansetzen. Ziel ist, das gesamte energetische Gleichgewicht wiederherzustellen. Dazu kommen unter anderem folgende Methoden zum Einsatz:
- Chinesische Arzneimittel: Chinesische Arzneimittel sind nicht deshalb chinesisch, weil sie nur in China zu finden wären; viele der Kräuter wachsen auch in unseren Breiten. Ihre Eigenschaften werden nach Geschmack, Temperatur und dem Leitbahneintritt klassifiziert. Eine TCM-Fachperson stellt eine individuelle Rezeptur zusammen, die genau auf das Beschwerdemuster abgestimmt ist.
- Akupunktur: Durch das Setzen von sehr feinen Nadeln an spezifischen Punkten entlang der Meridiane (Energieleitbahnen) wird der Energie- und Blutfluss im Körper reguliert. Die Akupunktur wirkt auch bei Kindern sehr erfolgreich. Leider löst bei vielen Erwachsenen das Wort Akupunkturnadel eine unberechtigte Abneigung aus, welche sich auf das Kind übertragen kann. Anstelle von Nadeln können die Akupunkturpunkte und Leitbahnen auch mit Shonishin behandelt werden. Dabei wird die Haut mit einem kleinen Stab mit abgerundeter Spitze stimuliert. Auch Laserlicht kann anstelle von Nadeln eingesetzt werden. Die Laser-Akupunktur sowie Shonishin sind absolut schmerzfrei und werden oft bei Kindern eingesetzt.
- Tuina: Tuina ist eine manuelle Therapieform, welche sich spezieller Massagetechniken und Manipulationen wie z.B.Schieben, Streichen, Drücken, Reiben, Klopfen bis hin zur Technik der Vibration bedient. Sie hat das Ziel, Blockaden zu lösen und den Energiefluss zu fördern. Tuina für Babys und Kinder ist eine wundervolle sanfte Art, das Kind ganzheitlich und ohne Nebenwirkungen zu behandeln.
- Ernährung: Die individuell angepasste Nahrung spielt eine entscheidende Rolle, um den Körper in Balance zu bringen. Bei der chinesischen Ernährungslehre steht die Wirkung eines Lebensmittels auf den Organismus im Vordergrund. Die TCM unterteilt Lebensmittelnach Geschmack (bitter, süss, scharf, salzig und sauer) und Temperatur (wärmend, kühlend und neutral). Auf diese Weise kann die Ernährung auf Beschwerden abgestimmt und zur Unterstützung der Behandlung eingesetzt werden.