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Moderator Frank Elstner macht Parkinson-Erkrankung öffentlich

Millionen Fernsehzuschauer kennen Frank Elstner aus Sendungen wie «Wetten, dass..?» und «Verstehen Sie Spass?». Nun macht der 77-Jährige eine schwere Erkrankung öffentlich.

Agentur
sda
Mittwoch, 24. April 2019, 16:02 Uhr Hamburg
Der deutsche Fernsehmoderator Frank Elstner ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt. Die Diagnose erhielt er bereits vor drei Jahren. Davon wusste bislang nur sein engstes Umfeld. (Archivbild)
Der deutsche Fernsehmoderator Frank Elstner ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt. Die Diagnose erhielt er bereits vor drei Jahren. Davon wusste bislang nur sein engstes Umfeld. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA DPA/PATRICK SEEGER

Der Moderator Frank Elstner ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt. Er habe die Diagnose vor drei Jahren bekommen, sagte Elstner in einem Interview mit der Wochenzeitung «Die Zeit».

«Ausser meiner Familie und meinem besten Freund habe ich es bislang niemandem erzählt.» Hin und wieder verspüre er Muskel-, Nacken- und Rückenschmerzen, erklärte er. «Ich versuche, die Sache so leicht wie möglich zu nehmen und nicht in Selbstmitleid zu versinken», sagte Elstner, der als Moderator von Sendungen wie «Wetten, dass..?», «Verstehen Sie Spass?» und «Montagsmaler» einem Millionenpublikum bekannt wurde.

Wut auf die Krankheit verspüre er «überhaupt nicht», erklärte Elstner, der erst vor kurzem seinen 77. Geburtstag gefeiert hat. «Ich habe viele Freunde, die vorher gestorben sind - warum soll ich da eine Wut haben? Jedes Jahr, das jetzt dazukommt, ist für mich ein Bonusjahr.»

Lediglich vor den Reaktionen der Leute fürchtet sich der Entertainer: «Wovor ich Angst habe, ist, dass in Zukunft jeder im Restaurant schaut, ob ich schon zittere», sagte Elstner. «Ich hoffe, dass eine gewisse Natürlichkeit Einzug hält: Dann zittere ich halt.»

Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Ursache für die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Sie produzieren dann kein Dopamin mehr, mit dessen Hilfe der Körper normalerweise Bewegungen steuert.

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