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Kochstar-Treffen im Engadin

Am Freitag startet das St. Moritz Gourmet Festival mit Spitzenköchen aus der ganzen Welt.

Fadrina
Hofmann
Sonntag, 06. Januar 2019, 04:30 Uhr St. Moritz Gourmet Festival
Ein Bild aus dem letzten Jahr: Hier gab es einen Trüffel-Workshop mit Spitzenköchin Tanja Grandits im Grand Hotel Kronenhof.
YANIK BÜRKLI

St. Moritz Gourmet Festival – the Original since 1994: Seit mehr als einem Vierteljahrhundert vereint das St. Moritz Gourmet Festival immer Anfang Jahr ausgewählte Stars und Ikonen aus den Küchen dieser Welt im Oberengadin. Bei der 26. Ausgabe bieten neun Gastköche zusammen mit den Küchenchefs der lokalen Partnerhotels während neun Tagen kulinarische Höhenflüge durch Europas und Asiens aktuelle Spitzenküchen. Über 40 verschiedene Genussevents sind geplant.

Neuer kulinarischer Leiter der Event-Organisation ist dieses Jahr der 38-jährige «Suvretta House»-Küchenchef Fabrizio Zanetti. Zanetti löst damit Reto Mathis ab, der von seinem Amt als Präsident nach 25 Jahren zurückgetreten ist. Ausgerichtet wird das St. Moritz Gourmet Festival seit seiner Gründung von den Direktionen der Partnerhotels und Eventlocations. Präsident des «Vereins St. Moritz Gourmet Festival» ist Martin Scherer.

Mund-zu-Mund-Propaganda

Ein Gourmetfestival über einen so langen Zeitraum für Besucher attraktiv zu erhalten, geht nur mit einer laufenden Weiterentwicklung. «Wir haben uns immer wieder neu erfunden und das Programm an die Bedürfnisse der Gäste angepasst», sagt Scherer. Im Zusammenspiel mit der Marke St. Moritz sei der Event so interessant, dass es sich als Gast immer wieder lohne, daran teilzunehmen.

Hochdekorierte Köche aus der ganzen Welt für mehrere Tage ins Engadin zu locken, ist laut Scherer eine Herausforderung. Fünf Tage weg von einem Betrieb zu sein, sei in der Branche eine relativ lange Zeit. «Doch wir haben uns über die 25 Jahre einen Namen gemacht», sagt er. Immer wieder gebe es Spitzenköche, die von ehemaligen Gastköchen empfohlen werden. Oder umgekehrt: Die einstigen Teilnehmer animieren ihre Kollegen, beim St. Moritz Gourmet Festival mitzumachen. «Es findet wirklich eine Art Mund-zu-Mund-Propaganda statt», meint der Festivalpräsident.

Viele Küchenchefs und auch die Direktoren der Partnerhotels verfügen zudem über ein gutes Beziehungsnetz und nutzen dieses, um bekannte Persönlichkeiten für das Festival zu gewinnen.

Austausch auf dem Koch-Olymp

Für die Spitzenköche ist der Austausch untereinander ein wichtiges Argument, um teilzunehmen. «Gleichzeitig ist das Engadin ein wunderschöner Ort und der eine oder andere verbindet den Aufenthalt mit ein paar weiteren Tagen Erholung gemeinsam mit der Familie», erläutert Scherer. Anfang Januar ist zudem ein idealer Zeitpunkt. Nach den Festtagen schliessen viele Gourmetlokale, und so ergibt sich für die Festivalorganisatoren immer wieder die Chance, aussergewöhnliche Spitzenköche einzuladen.

Weltweit gibt es mittlerweile renommierte Gourmetfestivals. Auf die Frage, ob es schwieriger geworden sei, Sponsoren für das St. Moritz Gourmet Festival zu finden, meint Scherer: «Es ist sicher herausfordernder geworden, aber wir haben mit Woerle Pirola eine Topagentur als Partner und auch viele Sponsoren, die das Festival schon lange unterstützen.»

Geballte Ladung Kulinarik

Für Scherer sind die Highlights des St. Moritz Gourmet Festivals immer die sogenannten «Official Events». Das sind der Eröffnungsanlass, die Kitchen Party und das Finale. «Es ist immer ein schöner Moment, wenn man als Gast die Speisen ganz vieler Küchenchefs probieren kann», meint er. An der Kitchen Party nehmen sogar sämtliche Chefköche teil – es ist also der kulinarische Anlass mit der grössten Sternendichte.

«Was ich dieses Jahr ganz spannend finde, sind die Sühring-Brüder. Die Zwillinge kommen aus Berlin und kochen in Bangkok», erzählt der Festivalpräsident. Der Gast könne eine Neuinterpretation der deutschen Küche erwarten. Andere Gastköche reisen aus Korea, Dänemark, Frankreich, Hongkong oder Indien an. Scherer freut sich auf eine geballte Ladung Kulinarik auf höchstem Niveau während der Festivaltage. «Dass wir den Gästen im Oberengadin nach den Festtagen gleich ein weiteres Highlight bieten können, macht uns als Verein stolz und wir sind froh, dass wir einen aktiven Beitrag dazu leisten können», meint er.

Weitere Informationen sowie das Festivalprogramm gibt es auf hier.

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